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Sri Lanka : Minister bei Bombenanschlag getötet

  • Aktualisiert am

Ziel des Anschlags war das Fahrzeug des Ministers Bild: AP

In den vergangenen vier Tagen kamen bei Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen in Sri Lanka mindestens 85 Menschen ums Leben. Nun wurde ein Regierungsmitglied bei einem Anschlag getötet. Die Bombe traf das Fahrzeug des Bauministers Dassanayake in der Nähe der Hauptstadt Colombo.

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          Bei einem Bombenanschlag in Sri Lanka ist am Dienstag ein Regierungsmitglied getötet worden. Bauminister D.M. Dassanayake starb im Krankenhaus, nachdem er bei der Explosion eines Sprengsatzes nördlich der Hauptstadt Colombo verletzt worden war, wie die Streitkräfte mitteilten.

          Mutmaßliche Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) hatten demnach einen Bombenanschlag auf Dassanayakes Fahrzeug verübt. Nach Angaben eines Militärsprechers traf die Bombe den Fahrzeugkonvoi des Ministers zwischen der Hauptstadt Colombo und dem Internationalen Flughafen der Insel. Sieben weitere Menschen erlitten Verletzungen.

          85 Tote in vier Tagen

          Die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen in Sri Lanka kosteten in den vergangenen vier Tagen mindestens 85 Menschen das Leben. Zuletzt griffen Soldaten drei Rebellenstellungen im Dorf Muhamali auf der nördlichen Halbinsel Jaffna an und töteten sieben Aufständische, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte.

          Die Lage in dem Land im Indischen Ozean hat sich massiv verschärft, nachdem die Regierung in der vergangenen Woche ein 2002 in Kraft getretenes Waffenstillstandsabkommen aufgekündigt hatte. Angesichts dieser Entwicklung warnte die Europäische Union in einer Erklärung vor zunehmenden Menschenrechtsverletzungen. „Ohne das Waffenstillstandsabkommen sind die Aussichten, eine dauerhafte und friedliche Lösung für den Konflikt in Sri Lanka auszuhandeln weiter eingeschränkt“, heißt es darin außerdem.

          In Sri Lanka kämpfen die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) für einen eigenen Staat. In dem seit 1983 andauernden Bürgerkrieg haben mehr als 70.000 Menschen ihr Leben verloren.

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