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Anschlag vereitelt : Sprengsatz in Briefkasten von George Soros

  • Aktualisiert am

Immer wieder antisemitische angegriffen: George Soros Bild: AFP

Das verdächtige Päckchen sei von einem Angestellten entdeckt und in einen Wald gebracht worden, berichtet die Polizei. Dort sei es gesprengt worden. Soros ist eine Hassfigur vieler Rechtsextremisten.

          Im Briefkasten des amerikanischen Milliardärs George Soros ist am Montag ein Sprengsatz gefunden worden. Ein Angestellter habe das verdächtige Päckchen entdeckt, teilte die Polizei mit. Er habe es in ein Waldstück in die Nähe gebracht. Dort wurde es nach Angaben der „New York Times“ von Bombenspezialisten gesprengt. Soros habe sich zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht in seinem Haus aufgehalten.

          Der Investor ist Ziel einer feindlichen Medienkampagne in seinem Geburtsland Ungarn und gilt als Hassfigur für Rechtsextremisten in Osteuropa und den Vereinigten Staaten. Der 88 Jahre alte Soros hatte Anfang der neunziger Jahre ein Vermögen mit Wetten gegen das britische Pfund gemacht. Im Präsidentenwahlkampf 2016 unterstützte er die demokratische Kandidatin Hillary Clinton.

          George Soros, ein in Ungarn geborener Holocaust-Überlebender, unterstützt mit seinen Open Society Foundations Bürgerrechtsprojekte in aller Welt. In Ungarn war Soros seit längerem Ziel scharfer Angriffe der Regierung des rechtsnationalen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Dieser beschuldigt ihn, die „Masseneinwanderung“ von Muslimen nach Europa zu organisieren.

          Dies war unter anderem der Grund, warum die europäische Linie seiner Stiftung von Budapest nach Berlin umgezogen ist und vor ein paar Wochen dort ihre Arbeit aufgenommen hat. 80 Mitarbeiter und ihre Familien seien von Budapest mit umgezogen, sagte der Direktor des neuen Hauptstadt-Büros, Goran Buldioski, in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Am Schluss sollten etwa 150 Leute hier arbeiten. „Wir freuen uns, dass unser Berliner Büro zusammen mit London, New York und Washington ein Schwerpunktbüro für unsere Stiftungen sein wird.“

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