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„Angriff auf die Republik“ : Sprengsätze kurz vor Macron-Besuch auf Korsika entdeckt

  • Aktualisiert am

Donnerstag reist er nach Korsika: Emmanuel Macron bei einer Rede in Thônes, Frankreich. Bild: Reuters

Für eine Bürgerdebatte will Emmanuel Macron nach Korsika reisen. Jetzt wurden auf der Insel drei Bomben vor der Finanzverwaltung gefunden. Die Anti-Terror-Einheit ermittelt.

          Wegen des Funds zweier Sprengsätze vor Finanzverwaltungen auf Korsika hat die Pariser Staatsanwaltschaft Anti-Terrorermittlungen eingeleitet. Die beiden Sprengkörper wurden am Montag in der Hafenstadt Bastia im Nordosten von Korsika vor zwei verschiedenen Einrichtungen der Finanzverwaltung entdeckt. Keiner von ihnen explodierte, wie der Sender France 3 berichtete. Die Sprengkörper haben demnach eine ähnliche Bauweise. Die Entdeckung kommt drei Tage vor dem Besuch von Präsident Emmanuel Macron auf der Mittelmeerinsel im Rahmen seiner Bürgerdebatte.

          Nach Angaben der Pariser Staatsanwaltschaft sind unter anderem Ermittlungen wegen des Erwerbs von Sprengkörpern und Straftaten im Zusammenhang mit einem terroristischen Vorhaben aufgenommen worden. Frankreichs Budgetminister Gérald Darmanin verurteilte die Tat scharf. „Der Angriff auf ein Steuerzentrum ist wie ein Angriff auf die Republik“, schrieb er auf Twitter nach dem ersten Fund. Er hoffe, dass die Täter gefunden und bestraft werden.

          Macron war 2018 zum ersten Mal nach Korsika gereist, um das schwierige Verhältnis zwischen Paris und der Mittelmeerinsel zu klären. Die korsische Regionalregierung fordert schon lange die Unabhängigkeit zu Frankreich. Seit letztem Jahr sind erstmals Nationalisten und Separatisten mit absoluter Mehrheit auf Korsika an der Macht.

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