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Bericht über Sprachenvielfalt : Die EU soll deutsch und französisch sprechen

Ein Dolmetscher bei der EU-Kommission in Brüssel im Juli 2010 Bild: dpa

In Brüssel und Straßburg werde immer weniger Wert auf Sprachenvielfalt gelegt. Eine französische Kommission fordert nun, das Englische zurückzudrängen. Dann könnte die EU auch bürgernäher werden.

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          „The future is in your hands“ heißt es in großen Lettern auf Werbeplakaten im Europäischen Parlament in Straßburg. Kampagnen und Kommunikation in englischer Sprache gehören zum Alltag in den EU-Institutionen. Sie könnten einer der Gründe sein, dass etliche Europäer die EU immer mehr als bürgerfernes Gebilde wahrnehmen, in denen gerade nicht „die Zukunft in unseren Händen liegt“. Diesem Verdacht ist in den vergangenen Monaten eine unabhängige Kommission unter Leitung des französischen Politikwissenschaftlers Christian Lequesne nachgegangen.

          Michaela Wiegel
          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Am Mittwoch hat sie der Regierung in Paris Empfehlungen zur „Wiederbelebung der Mehrsprachigkeit in den europäischen Institutionen“ vorgestellt. „Gerade angesichts erstarkter populistischer Bewegungen ist es notwendig, die Sprachenvielfalt zu fördern, um die europäischen Institutionen den Bürgern näher zu bringen“, heißt es in der Einleitung des 156 Seiten langen Berichts. Die Kommission plädiert dafür, das Thema auf die Tagesordnung während der französischen EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2022 zu setzen.

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