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Spionagevorwurf : Amerikanerin in Iran festgenommen

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

In Iran ist eine Amerikanerin unter Spionageverdacht festgenommen worden. Bei der Festnahme sei entdeckt worden, dass sie Spionagegeräte mit sich trug, berichtete die staatliche Zeitung „Iran“.

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          Iran hat an der Grenze zu Armenien eigenen Angaben zufolge eine amerikanische Staatsbürgerin unter Spionageverdacht festgenommen. Sie habe ohne Visum aus Armenien einreisen wollen, berichteten am Donnerstag staatliche iranische Medien. Zollbeamten der Stadt Nordouz hätten an ihrem Körper Spionagegeräte gefunden, ferner habe sie in ihrem Gebiss ein Mikrofon versteckt, hieß es weiter.

          Die persischsprachige Ausgabe der Zeitung „Iran“ gab ihren Namen mit Hall Talayan an und ihr Alter mit 55 Jahren. Nordouz ist eine kleine Siedlung und der einzige Übergang entlang der 40 Kilometer langen Grenze zwischen Armenien und Iran. In diesem Teil der iranischen Provinz Ostaserbaidschan befinden sich keine touristischen Sehenswürdigkeiten. Allerdings ist die alpine und dünn besiedelte Landschaft unter Wanderern bekannt. Im schneereichen Winter lädt sie nicht zum Wandern ein.

          Unklar ist, aus welchem Grund die Frau nach Iran einreisen wollte. Iran hält bereits zwei amerikanische Staatsbürger, die der Spionage angeklagt sind, in Haft. Josh Fattal und Shane Bauer waren im Juli 2009 festgenommen worden, als sie, angeblich als Wanderer, die Grenze zu Iran überquert hatten. Sie waren in der Bergwelt von Irakisch-Kurdistan unterwegs.

          Sarah Shourd, die mit den beiden Männern ihnen festgenommen worden war, kam im September durch Vermittlung Omans gegen eine Kaution von 500.000 Dollar frei und konnte ausreisen. Der Prozess gegen die beiden anderen soll im Februar beginnen. Die amerikanische Regierung weist die Vorwürfe gegen sie zurück und bezeichnet sie als „harmlose Wanderer“.

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