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Internationale Fahndung : Iran dreht amerikanische Agentin um

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Die amerikanische Geheimdienstmitarbeiterin Monica Elfriede Witt soll strikt geheime Informationen an Iran weitergegeben haben. Bild: AP

Eine amerikanische Geheimdienstmitarbeiterin hat im Auftrag Irans jahrelang ihre Kollegen ausspioniert. Damit habe die Frau unter anderem das Leben eines amerikanischen Agenten gefährdet.

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          Iran hat offenbar erfolgreich eine amerikanische Geheimdienstmitarbeiterin „umgedreht“. Die Behörden in Washington hätten offiziell Anklage gegen die 39 Jahre alte Monica Witt erhoben, teilte das amerikanische Justizministerium am Mittwoch mit. Nun wird die Frau mit einem internationalen Haftbefehl gesucht.

          Die Frau sei im Jahr 2013 zum iranischen Geheimdienst übergelaufen und soll diesem dabei geholfen haben, ihre früheren Kollegen auszuspionieren. So soll Witt den Angaben der Behörden zufolge die Identität eines amerikanischen Agenten preisgegeben haben, womit sie dessen “Leben aufs Spiel gesetzt“ habe. Zusätzlich soll sie Codenamen aus vertraulichen Informationen aus einem Spionageprogramm preisgegeben haben.

          Witt arbeitete laut Justizministerium bis zum Jahr 2008 für die Spionageabwehr der Luftwaffe. In den Jahren danach sei sie aus „ideologischen“ Gründen in das iranische Lager gewechselt. 2012 reiste sie laut der Behörde nach Iran, um an der Konferenz einer Organisation teilzunehmen, die den Revolutionsgarden nahe steht.

          Per internationalem Haftbefehl sucht das FBI nach der mutmaßlichen Doppelagentin Monica Witt.

          Nach der Frau wird gesucht. „Sie ist angeklagt, ein hoch-vertrauliches Geheimdienstprogramm an das iranische Regime weitergegeben zu haben sowie die Identität eines US-Geheimdienstmitarbeiters“, sagte der stellvertretende amerikanische Generalstaatsanwalt John Demers. Dies alles stehe dem Gesetz entgegen, dem von ihr geleisteten Amtseid und menschlicher Vernunft.

          Mit der Frau sind vier Iraner wegen Cyber-Spionage unter Anklage gestellt worden. Sie sollen mit Hilfe von Social-Media-Konten Daten amerikanischer Geheimdienstler abgegriffen haben.

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