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Sperre bleibt : Trump braucht Facebook nicht

  • -Aktualisiert am

Donald Trump darf fürs Erste nicht zurück auf Facebook Bild: AFP

Der frühere Präsident kann ohne die sozialen Netzwerke weitermachen. Er hat eine treue Fangemeinde und schon einen neuen Weg gefunden, sie aufzupeitschen.

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          Der weltweiten Debattenkultur ist der Wechsel im Weißen Haus sehr zugute gekommen, wie die täglichen Nachrichten zeigen. Seit Trumps Ausfälle nicht mehr auf allen Kanälen laufen, ist der Ton vieler politischer Meldungen wieder so zivil geworden, dass man sie den Kindern zumuten kann.

          Das liegt allerdings in erster Linie daran, dass Trump abgewählt wurde. Seine Flegeleien und Hasstiraden hätten niemals eine so große Verbreitung gefunden, wenn er nicht amerikanischer Präsident gewesen wäre. Die Macht dieses Amtes gab ihm ein Megafon an die Hand, das bis in den letzten Winkel der Welt zu hören war.

          Deshalb ist es heute eher eine zweitrangige Frage, ob Trump wieder auf Facebook aktiv werden darf. Dass das größte Netzwerk fürs Erste bei seiner Sperre bleibt wie zuvor schon Twitter, beschneidet Trumps politische Möglichkeiten nicht ernsthaft. Seine Fangemeinde hat er so oder so, er peitscht sie nun in bewährter Manier über einen Blog auf. Große Teile der Republikanischen Partei sind ihm weiter treu ergeben.

          Ob Trump 2024 noch mal antritt oder seinen politischen Einfluss auf andere Art wahren kann, wird von klassischen Faktoren abhängen: den Leistungen der Regierung Biden, der Stimmung im Lande oder der internationalen Lage. Und in keinem der sozialen Netzwerke wird es ohne Trump sittsamer zugehen, denn im Reich der Trolle war er beileibe nicht der einzige Blasenkönig.

          Nikolas Busse
          Verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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