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Sparmaßnahmen : Trump beendet Nasa-Programm zur Überwachung des Klimawandels

  • Aktualisiert am

Bild: NASA

Wissenschaftler warnen, dass die Ziele des Pariser Klimaabkommens ohne das millionenschwere System nicht mehr kontrolliert werden könnten. Die Nasa stellt ein Ersatzprojekt in Aussicht.

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          Die Regierung der Vereinigten Staaten hat ein Programm der Nasa zu Treibhausgasen und Klimaerwärmung gestrichen. Die amerikanische Raumfahrtbehörde bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht des Wissenschaftsmagazins „Science“. Das Programm Carbon Monitoring System (CMS) mit Kosten in Höhe von zehn Millionen Dollar (8,36 Millionen Euro) im Jahr hatte die klimaschädlichen Emissionen von Kohlendioxid und Methangas gemessen und deren Gehalt in der Atmosphäre überwacht. Es erstellte zudem hochauflösende Modelle der Kohlendioxidströme.

          Laut „Science“ gab der amerikanische Präsident Donald Trump dem Programm stillschweigend den Todesstoß. Die Entscheidung sei die bislang letzte in einer Reihe von Angriffen gegen die Klimawissenschaft. Die Nasa habe als Grund für die Streichung des Programms lediglich Spargründe und „dringendere Prioritäten innerhalb des Wissenschaftsbudgets“ genannt.

          Wissenschaftler hatten bereits seit langer Zeit vor diesem Schritt gewarnt. Kelly Sims Gallagher, Leiterin des Zentrums für Internationale Umwelt- und Ressourcenpolitik an der Tufts-Universität bei Boston, kritisierte die Beendigung von CMS als „schweren Fehler“. Wenn die Reduzierung der Emissionen gemäß der im Pariser Abkommen vereinbarten Vorgaben nicht gemessen werden könne, sei eine wirksame Kontrolle nicht möglich. Damit sei auch die Überwachung der Klimaziele aus dem Pariser Klimaschutzabkommen in Gefahr.

          Neues Programm zur Kontrolle des Treibhauseeffekts auf ISS geplant

          Die Zeitschrift zitierte den Nasa-Sprecher Steve Cole, demzufolge in dem vom Kongress im März verabschiedeten Haushalt an keiner Stelle von CMS die Rede ist. So sei die Streichung zustande gekommen. Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP sagte Cole, Trump habe die Streichung im vergangenen Jahr vorgeschlagen – zusammen mit der von vier weiteren Wissenschaftsmissionen der Nasa. Für diese vier anderen Missionen aber habe sich der Kongress nach langen Beratungen eingesetzt und sie in das Budget hineingeschrieben.

          Cole kündigte allerdings per E-Mail an, dass die Nasa trotz Auslaufen des CMS-Programms die Treibhauseffekte kontrollieren könne. Ein neues Programm zu diesem Zweck namens Gedi werde später in diesem Jahr auf der Internationalen Raumfahrtstation (ISS) gestartet.

          Trump hatte im vergangenen Juni angekündigt, aus dem 2015 in Paris geschlossenen internationalen Klimaschutzabkommen aussteigen zu wollen, weil dieses die Vereinigten Staaten benachteilige und Jobs koste. Ein formeller Ausstieg ist allerdings frühestens Ende 2020 möglich.

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