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Wegen Steuerbetrugs-Vorwurf : Spanischer Minister tritt nach nur sechs Tagen im Amt zurück

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Der spanische Kulturminister Maxim Huerta tritt nach nur sechs Tagen im Amt zurück. Bild: EPA

Nach nicht mal einer Woche im Amt muss Maxim Huerta seinen Posten wieder räumen. Der spanische Kulturminister soll wegen Steuerbetrugs verurteilt worden sein – und beteuert seine Unschuld.

          Der spanische Kultur- und Sportminister Màxim Huerta hat sein Amt nur sechs Tage nach seiner Vereidigung wegen des Vorwurfs des Steuerbetrugs zur Verfügung gestellt. Obwohl er „absolut unschuldig“ sei, trete er zurück, um den „von Ministerpräsident Pedro Sánchez eingeleiteten Regenerationsprozess zu schützen“, sagte Huerta am Mittwoch vor Journalisten in Madrid.

          Spanische Medien hatten wenige Stunden zuvor unter Berufung auf Justizkreise berichtet, Huerta sei im vergangenen Jahr wegen Steuerbetrugs verurteilt worden. Er habe insgesamt gut 365.000 Euro an Nachzahlungen und Geldstrafe an den Fiskus überweisen müssen. In einer ersten Stellungnahme hatte der Journalist und Schriftsteller zunächst im Radiointerview einen Rücktritt ausgeschlossen.

          Anfang Juni hatte Sànchez Mariano Rajoy als Ministerpräsident abgelöst, nachdem dieser die Abstimmung über einen konstruktiven Misstrauensantrag im spanischen Parlament verlor. Dessen konservative Volkspartei (PP) wurde zuvor wegen einer Korruptionsaffäre vom nationalen Strafgerichtshof zu einer Geldstrafe und mehrere frühere PP-Mitglieder zu teils langjährigen Haftstrafen verurteilt.

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