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Felipe fordert Gelassenheit : Spaniens König warnt katalanische Abgeordnete

  • Aktualisiert am

König Felipe während seiner Weihnachtsansprache Bild: Reuters

In Spanien hat die Weihnachtsansprache angesichts der Katalonien-Krise eine höhere Bedeutung als in Deutschland. Das hat der König zu dem Konflikt gesagt.

          Der spanische König Felipe VI. hat die Abgeordneten des neugewählten katalanischen Regionalparlaments aufgerufen, einen neuen Konflikt zu vermeiden. „In Katalonien darf der Weg nicht erneut zu Konfrontation oder Ausschluss führen“, warnte Felipe in seiner Weihnachtsansprache, die am Sonntagabend vom spanischen Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde.

          Felipe forderte, in Katalonien müssten wieder „Gelassenheit, Stabilität und gegenseitiger Respekt herrschen“. Spanien sei eine reife Demokratie, in der jeder Bürger seine Meinungen und seine Ideen frei und demokratisch äußern und verteidigen könne. „Aber niemand kann die eigenen Ideen gegen die Rechte der anderen durchsetzen“, sagte der 49 Jahre alte Monarch.

          Die katalanische Regionalregierung war nach einem von der Justiz verbotenen Unabhängigkeitsreferendum und dem Beschluss zur Abspaltung von Spanien Ende Oktober vom spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy abgesetzt worden. Bei der dann von Rajoy ausgerufenen Parlamentswahl errangen die separatistischen Parteien am Donnerstag aber ein weiteres Mal die absolute Mehrheit der Sitze im Parlament von Barcelona. Eine Regierungsbildung steht zwar noch aus, das Wahlergebnis löste in Spanien aber große Sorgen aus.

          Nach dem von der spanischen Justiz untersagten Referendum über eine Abspaltung von Spanien am 1. Oktober hatte Felipe VI. die Regionalregierung in Barcelona scharf kritisiert. Das sorgte für Verärgerung bei vielen Katalanen – zumal der König die Polizeigewalt gegen Wähler am Tag des Referendums nicht erwähnte.

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