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Nach der Wahl in Katalonien : Werden Spaniens Konservative von den Rechtspopulisten überholt?

Anhänger der spanischen rechtspopulistischen Vox-Partei am 12. Februar in Barcelona Bild: AP

Die katalanischen Wahlen haben in Madrid ein schweres politisches Nachbeben ausgelöst: Die rechtspopulistische Vox-Partei ist kaum noch aufzuhalten. Die konservative PP will sich mit einem Umzug aus ihrer Parteizentrale helfen.

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          Auf dem Balkon an der Madrider Genova-Straße 13 hat die spanisch konservative Volkspartei PP jahrzehntelang ihre Wahltriumphe gefeiert. Zum Beispiel 2011, als die Konservativen zum letzten Mal die absolute Mehrheit gewannen. Jetzt will die PP ihren Sitz im Zentrum von Madrid so schnell wie möglich loswerden. Das sieben Stockwerke hohe Gebäude unweit des Colón-Platzes hat der konservativen Volkspartei kein Glück gebracht: Es ist zum Symbol für ihre korrupte Vergangenheit geworden.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Nach dem Wahldebakel in Katalonien nutzt der junge Parteivorsitzende Pablo Casado die Immobilie für einen verzweifelten Befreiungsschlag. Wenige hundert Meter von dem Gebäude entfernt läuft seit zehn Tagen vor dem Obersten Strafgerichtshof ein weiterer Korruptionsprozess gegen den ehemaligen PP-Schatzmeister Luis Bárcenas. Dabei geht es auch um illegale Parteispenden von bis zu einer Million Euro, die möglicherweise in die Renovierung des Hauptquartiers geflossen sind.

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