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Rechtspopulisten in Spanien : Der Feind steht in Katalonien

Ein ungewöhnlicher Rechtspopulist: Santiago Abascal stören autonome Regionen mehr als Einwanderer. Bild: Picture-Alliance

Spanien schien nach der Erfahrung des Franco-Regimes lange immun gegen Rechtspopulisten zu sein. Das könnte sich nun ändern, obwohl die Flüchtlingsfrage kein Reizthema ist.

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          Dreitausend mussten draußen bleiben. Sie harrten mit ihren spanischen Flaggen auf der Treppe zwischen den Statuen zweier angriffslustiger Bullen aus. Die Stierkampfarena von Vistalegre war an dem Oktobertag vollbesetzt. „Vor vier Jahren passten wir noch in ein Taxi, heute sind wir zehntausend“, sagt Santiago Abascal, der Vorsitzende von „Vox“.

          Hans-Christian Rößler
          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Die einzige rechtspopulistische Partei Spaniens fühlt sich seit dem Regierungswechsel stark: Noch nie hat die kleine Partei in der spanischen Hauptstadt so viele Unterstützer versammelt, seit sie im Jahr 2014 gegründet worden ist. Während die Rechtspopulisten in Deutschland, Italien und Frankreich von einem Erfolg zum nächsten eilen, hat Vox jedoch bisher kein einziges Parlamentsmandat gewonnen.

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