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Trump und Twitter : Soziale Medien dürfen nicht unser Babylon werden

Dieser Account ist Geschichte: Seit dem Wochenende ist Donald Trump bei Twitter gesperrt. Bild: AFP

Nie zuvor haben so viele Menschen miteinander gesprochen wie heute in den sozialen Medien. Das erschwert es, Gesprächsregeln zu finden, mit denen alle leben können. Versuchen müssen wir es trotzdem.

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          Um gleich mit einem verbreiteten Irrtum aufzuräumen: Sperren haben ihre Wirkung, auch wenn es immer Ausweichmöglichkeiten geben wird. Als Facebook, Twitter und Youtube den rechten Agitator Milo Yiannopoulos oder den Verschwörungstheoretiker Alex Jones rauswarfen, versanken beide in der Bedeutungslosigkeit. Nur ein kleiner Bruchteil ihrer vormals millionenstarken Anhängerschar folgte ihnen zu alternativen Netzwerken wie Telegram oder Gab.

          Vielleicht wird sich das eines Tages ändern, wenn die Unzufriedenheit mit den Entscheidungen der großen Netzwerke eine kritische Masse erreicht und so viele Nutzer abwandern, dass eine echte Konkurrenz erwächst. Solange das aber nicht der Fall ist, kann der Rauswurf bei Twitter & Co. den Verlust eines wichtigen Sprachrohrs im öffentlichen Diskurs bedeuten.

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