https://www.faz.net/-gpf-a7jug

Trump und Twitter : Soziale Medien dürfen nicht unser Babylon werden

Dieser Account ist Geschichte: Seit dem Wochenende ist Donald Trump bei Twitter gesperrt. Bild: AFP

Nie zuvor haben so viele Menschen miteinander gesprochen wie heute in den sozialen Medien. Das erschwert es, Gesprächsregeln zu finden, mit denen alle leben können. Versuchen müssen wir es trotzdem.

          3 Min.

          Um gleich mit einem verbreiteten Irrtum aufzuräumen: Sperren haben ihre Wirkung, auch wenn es immer Ausweichmöglichkeiten geben wird. Als Facebook, Twitter und Youtube den rechten Agitator Milo Yiannopoulos oder den Verschwörungstheoretiker Alex Jones rauswarfen, versanken beide in der Bedeutungslosigkeit. Nur ein kleiner Bruchteil ihrer vormals millionenstarken Anhängerschar folgte ihnen zu alternativen Netzwerken wie Telegram oder Gab.

          Vielleicht wird sich das eines Tages ändern, wenn die Unzufriedenheit mit den Entscheidungen der großen Netzwerke eine kritische Masse erreicht und so viele Nutzer abwandern, dass eine echte Konkurrenz erwächst. Solange das aber nicht der Fall ist, kann der Rauswurf bei Twitter & Co. den Verlust eines wichtigen Sprachrohrs im öffentlichen Diskurs bedeuten.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in der Kleinstadt Wohlen im Kanton Aargau am 20. Februar 2021

          SVP gegen Corona-Regeln : Die Schweiz, eine Diktatur?

          Die SVP gehört der Schweizer Regierung an. Das hindert die Führung der größten Partei des Landes nicht daran, es wegen der Corona-Politik als Diktatur zu bezeichnen.
          Kevin Kühnert spricht beim SPD-Bundesparteitag

          Debatte um Thierse-Gastbeitrag : Worauf will die SPD verzichten?

          Wolfgang Thierses Beitrag in der F.A.Z. ist für Saskia Esken und Kevin Kühnert ein Grund, sich zu schämen. Das ist also das vorwärtsgewandte Bild der SPD, das die beiden offenbaren wollten?