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Somalia : Wieder schwerer Anschlag in Mogadischu

  • Aktualisiert am

Ein somalischer Soldat vor einem von der Explosion zerstörten Auto in Mogadischu. Bild: dpa

Abermals erschüttert ein Anschlag die somalische Hauptstadt Mogadischu und fordert Tote und Verletzte. Erst vor zwei Wochen starben bei einem Selbstmordattentat über 350 Menschen.

          Zwei Wochen nach dem tödlichsten Anschlag in der Geschichte Somalias sind in der Nähe eines Hotels in der Hauptstadt Mogadischu erneut Autobomben explodiert. Mindestens 17 Menschen kamen bei dem Angriff nach Polizeiangaben ums Leben, mehr als 20 wurden verletzt. Die radikal-islamische Al-Shabaab-Miliz bekannte sich zu dem Anschlag, wie die Site Intelligence Group meldete. Ziel war das bei Politikern und Regierungsmitarbeitern beliebte Hotel Nasahablood 2, das bewaffnete Islamisten stürmten und belagerten. Am späten Abend dauerten die Gefechte der Extremisten mit Sicherheitskräften an. Einige Menschen waren im Hotel gefangen.

          Unter den Toten waren auch ein früherer Vizeminister und ein ehemals leitender Polizist, wie es seitens der Sicherheitskräfte hieß. In dem Hotel brach nach offiziellen Angaben die Stromversorgung zusammen, die Sicherheitskräfte kämpften im Dunkeln gegen eine unbekannte Zahl von Angreifern.

          Mitte Oktober hatte sich ein Selbstmordattentäter in einem Lastwagen an einem der belebtesten Verkehrsknotenpunkte in Mogadischu in die Luft gesprengt. Mehr als 350 Menschen wurden bei dem Anschlag getötet. Die Regierung des ostafrikanischen Landes machte auch für diese Tat Al-Shabaab verantwortlich. Präsident Mohamed Abdullahi Mohamed versprach nach dem verheerenden Anschlag, Al-Shabaab zu zerschlagen.

          Die mit der Terrororganisation Al-Kaida verbündeten Al-Shabaab-Kämpfer wollen in Somalia einen sogenannten Gottesstaat errichten.

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