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Somalia : Das Großmaul geht von Bord

  • -Aktualisiert am

Die Zahl der Piratenangriffe vor der Küste Somalias ist auf den tiefsten Stand seit 2009 gefallen. Bild: AFP

Ein Piratenanführer in Somalia verkündet seinen Ausstieg: Mohamed Abdi Hassan „Afweyne“ will künftig anderweitig Geschäfte machen. Auf sein Konto gehen spektakuläre Entführungen.

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          Er war vielleicht nicht der erfolgreichste Pirat an der somalischen Küste, wohl aber der lautstärkste: Mohamed Abdi Hassan, besser bekannt als „Afweyne“ ( Somalisch für „große Klappe“) hat seine Störtebeker-Karriere angeblich an den Nagel gehängt. Bei einer feierlichen Zeremonie in seinem Heimatort Adado kündigte er am Donnerstag an, sich künftig anderen Geschäften als der Piraterie zuzuwenden. „Ich war acht Jahre lang ein Pirat, jetzt ist es genug“, sagte der Mann nach Angaben von lokalen Medien.

          Auf sein Konto gehen zwei der spektakulärsten Kaperungen vor der somalischen Küste: die des saudischen Supertankers „Sirius Star“ im November 2008 und die des mit Kampfpanzern beladenen ukrainischen Frachters „Faina“ zwei Monate zuvor. SeinVermögen wird auf einen zweistelligen Millionenbetrag in Dollar geschätzt.

          So ganz freiwillig aber scheint sich „Afweyne“ nicht von der Piraterie losgesagt zu haben. Die Zahl der Piratenangriffe im Golf von Aden und im Indischen Ozean ist auf den tiefsten Stand seit 2009 gefallen. War es 2011 noch zu 151 Angriffen und 25 Kaperungen von Schiffen gekommen, fiel die Zahl 2012 auf 32 Angriffe, bei denen fünf Schiffe entführt wurden. Grund dafür ist zum einen die erfolgreiche EU-Antipiraten-Mission „Atalanta“. Zum anderen werden Frachtschiffe zunehmend von privaten Sicherheitsfirmen geschützt. Im vergangen Jahr wurden alle Angriffe auf so gesicherte Schiffe abgewehrt.

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