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Eklat um Ursula von der Leyen : Charles Michels Sicht aufs „Sofagate“

Stein des Anstoßes: EU-Ratspräsident Michel darf neben dem türkischen Präsidenten Erdogan sitzen, Kommissionspräsidentin Von der Leyen nicht Bild: AFP

EU-Ratspräsident Charles Michel beklagt sich über „rüde“ Kritik nach dem Ankara-Besuch. Sein Protokollteam habe sich für Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eingesetzt.

          3 Min.

          Am Donnerstagabend meldete sich Charles Michel erstmals selbst zu Wort. Im belgischen Fernsehen sagte der EU-Ratspräsident, er würde gerne die Szene im türkischen Präsidentenpalast in Ankara ungeschehen machen, bei der Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Dienstag auf ein weiter entferntes Sofa verbannt wurde, während Michel selbst im prächtigen Sessel neben Präsident Recep Tayyip Erdogan Platz nahm. Das dadurch entstandene Bild sei „desaströs“, gestand Michel ein.

          Werner Mussler
          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Zugleich blieb der Belgier dabei, dass er für dieses Bild und die schnell „Sofagate“ getaufte Affäre keine Verantwortung trage, dass er sich vielmehr komplett richtig verhalten habe. Hätte er gegen von der Leyens Behandlung protestiert, hätten die Beziehungen der EU mit der Türkei weit schlimmeren Schaden genommen als durch die jetzt entstandene protokollarische Unstimmigkeit. Der Besuch der EU-Spitzen in Ankara sei so wichtigen Themen wie der Terrorbekämpfung und der Zusammenarbeit in der Migrationspolitik gewidmet gewesen. „,Sofagate‘ hat diesen entscheidenden Zweck unseres Besuchs völlig verdeckt.“

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