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Söldner-Invasion in Venezuela : Von langer Hand gescheitert

  • -Aktualisiert am

Bild: Reuters

Ein Plan, um Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro mit militärischer Gewalt zu stürzen, ist kläglich gescheitert. Das Regime in Caracas hätte selbst keine bessere Verschwörungsgeschichte erfinden können.

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          Die waghalsige Operation scheiterte, bevor sie richtig begonnen hatte: Eine Truppe von dreihundert Mann sollte nach Venezuela eindringen, Militärstützpunkte überfallen, die Bevölkerung aufwiegeln und schließlich innerhalb von 96 Stunden nach Caracas gelangen, um Machhaber Nicolás Maduro festzunehmen. Hinter dem Plan standen ein früherer venezolanischer General, ein einstiges Mitglied der amerikanischen Sondereinheit sowie Dutzende verzweifelte venezolanische Soldaten, die in den vergangenen Monaten nach Kolumbien geflüchtet waren. Doch die Söldner schafften es nicht einmal bis zum venezolanischen Festland. Am Sonntag fing die venezolanische Armee an der Küste mehrere Schnellboote ab. Es soll zu einem Schusswechsel gekommen sein. Venezuela spricht von acht Toten und dreizehn Festnahmen – darunter zwei Amerikaner, die in Irak gedient haben.

          Die Geschichte tönt verrückt und reiht sich in einer Reihe anderer angeblicher Putschversuche und Attentate ein, deren Hintergründe so widersprüchlich waren, dass sie als Erfindungen zum Zwecke der Propaganda abgetan wurden. Die Geschehnisse vom Wochenende waren allerdings echt. Eine Reihe von involvierten oder mit dem Plan vertrauten Personen hat das in teilweise anonym geführten Interviews bestätigt. Am Sonntag trat gar einer der Anführer der Operation an die Öffentlichkeit. Es handelt sich um den 43 Jahre alten Amerikaner Jordan Goudreau, der als „Green Beret“ in Spezialeinheiten der amerikanischen Armee in Irak und Afghanistan diente und seit 2018 in Florida eine eigene Sicherheitsfirma besitzt.

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