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Islamismus in Österreich : „Da gibt es null Toleranz“

Österreichs Integrationsministerin Susanne Raab Bild: dpa

Österreichs Integrationsministerin richtet eine Beobachtungsstelle für den politischen Islam ein. Die soll berichten, wenn extremistisches Gedankengut ins Land kommt. Einigen geht das zu weit. Anderen nicht weit genug.

          5 Min.

          Drei Wochen ist es her, da kam es im bevölkerungsreichsten Wiener Stadtbezirk zu Ausschreitungen. Sie dauerten mehrere Tage. Die jungen Männer, die in dem Bezirk namens Favoriten Krawall machten, waren türkischstämmig. Ausgangspunkt war eine Demonstration kurdischer und linker Organisationen, bei der es um Frauenrechte ging. Angeblich, so hieß es hinterher von türkischer Seite, seien dabei Zeichen der als Terrororganisation verbotenen kurdischen PKK gezeigt worden. Dadurch hätten sich die türkischstämmigen Männer provoziert gefühlt, gab hinterher der Botschafter Ankaras an.

          Stephan Löwenstein

          Politischer Korrespondent mit Sitz in Wien.

          Jedenfalls wuchs rasch eine Menschenmenge an, Demonstranten und Polizisten wurden angegriffen und teils verletzt. Im vergangenen Jahr machte ein anderer Vorfall in der österreichischen Hauptstadt Schlagzeilen. Da tauchten Bilder aus einer Moschee auf, die Kindergartenkinder in militärischen Uniformen zeigten. Sie sollten symbolisch die Schlacht von Gallipoli aus dem Ersten Weltkrieg nachstellen, den letzten großen Sieg der Osmanischen Armee. Bei der Moschee handelte es sich keineswegs um eine Hinterhofklitsche. Betreiber war die von der türkischen Religionsbehörde gesteuerte Organisation in Österreich Atib. Auch da gab es diplomatische Verwicklungen.

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