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Wegen Virusvarianten : Slowakei führt Pflichtquarantäne für ungeimpfte Einreisende ein

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Ein Mann wird am 7. Juni im slowakischen Zilina mit dem Sputnik-Vakzin geimpft. Bild: Reuters

Wegen der neuen Virusvarianten verschärft das EU-Land seine Einreiseregeln drastisch. Vom 9. Juli an müssen alle nicht vollständig Geimpften, die in die Slowakei einreisen, mindestens fünf Tage in Quarantäne.

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          Aus Angst vor neuen Corona-Varianten verschärft die Slowakei ihre Einreiseregeln. Alle nicht vollständig Geimpften müssen vom 9. Juni an für 14 Tage in Quarantäne, wie am Samstag aus einer neuen Verordnung der Regierung des EU-Mitgliedstaats hervorging. Das gilt unabhängig vom Herkunftsland. Frühestens am fünften Tag ist dann ein PCR-Corona-Test möglich, mit dem man sich aus der Quarantäne befreien kann. Reisende, die seit mindestens 14 Tagen die zweite Impfung oder seit mindestens 21 Tagen die Einzeldosis-Impfung haben, sind von der Quarantäne ausgenommen. Ungeimpfte Kinder unter 12 Jahren unterliegen den gleichen Quarantänebedingungen wie ihre Eltern.

          Die Änderung sorgte vor allem in der Tschechischen Republik für Enttäuschung, denn die Slowakei mit dem Hochgebirge Hohe Tatra ist im Nachbarland als Urlaubsziel beliebt. Transitreisende, die zum Beispiel von Deutschland über die Tschechische Republik und die Slowakei nach Ungarn fahren wollen, sind von der Quarantäne ausgenommen. Sie müssen sich indes an vorgegebene Straßenrouten halten.

          Inzwischen wurde bekannt, dass die Slowakei 160.000 ungenutzte Dosen des Corona-Impfstoffs Sputnik V an Russland zum Kaufpreis von umgerechnet rund 8,40 Euro je Dosis zurück verkauft. Grund ist das geringe Interesse an dem Vakzin, dem noch die Zulassung durch die EU-Arzneimittelbehörde EMA fehlt. Bisher haben sich nur 10.500 Slowaken die erste Sputnik-Dosis geben lassen, weitere 8000 sind für einen Termin registriert. Der Streit über den Sputnik-Einsatz hatte in der Slowakei zu einer ernsten Regierungskrise geführt.

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