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Slowakei : Caputova gewinnt erste Runde der Präsidentenwahl

  • Aktualisiert am

Zuzana Caputova will neue Präsidentin werden. Bild: AP

Die oppositionelle Bürgerrechtlerin hat rund 40 Prozent der Stimmen gewinnen können. Im Wahlkampf setzte sich die 45-Jährige für den Kampf gegen Korruption und einen politischen Wandel ein.

          Die Bürgerrechtlerin und Rechtsanwältin Zuzana Caputova hat die erste Runde der Präsidentschaftswahlen in der Slowakei deutlich gewonnen. Nach Auszählung nahezu aller Stimmen kommt Caputova auf einen Anteil von 40,53 Prozent, wie das slowakische Statistikamt am Sonntag mitteilte. EU-Vizekommissionspräsident Maros Sefcovic kam nach Auszählung von 98,7 Prozent der Stimmen auf 18,66 Prozent und tritt am 30. März gegen Caputova in einer Stichwahl an.

          Sefcovic ist ein unabhängiger Politiker, wird aber von der Regierungspartei Smer-SD unterstützt. Caputova ist Vize-Vorsitzende der neugegründeten Partei Progressive Slowakei.

          Die Präsidentschaftswahl steht unter dem Eindruck der Ermordung des Enthüllungsjournalisten Jan Kuciak. Der 27-jährige Journalist und seine Verlobte waren im Februar 2018 in ihrem Haus im Dorf Velka Maca östlich von Bratislava erschossen worden. Kuciak hatte zu Verbindungen zwischen der italienischen Mafia und der slowakischen Regierung recherchiert, sein unvollendeter Artikel wurde nach seinem Tod veröffentlicht.

          Die Recherche erschütterte das Vertrauen der Slowaken in ihre Regierung. Massenproteste führten zum Rückritt von Ministerpräsident Robert Fico.

          Caputova hatte an den Protesten im vergangenen Jahr teilgenommen. Im Wahlkampf setzte sich die 45-Jährige für den Kampf gegen Korruption und einen politischen Wandel ein. Außerdem kämpft sie seit Jahren für mehr Umweltschutz, befürwortet Abtreibungen und setzt sich für mehr Rechte gleichgeschlechtlicher Paare ein.

          Sefcovic ist seit 2009 Mitglied der EU-Kommission und seit 2014 deren Vize-Vorsitzender. Davor hatte er eine Reihe diplomatischer Posten inne, unter anderem war er Botschafter in Israel. Der 52-jährige Ex-Kommunist, der eher traditionelle Werte vertritt, ist im Ausland bekannter als im eigenen Land. Bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl waren am Samstag insgesamt 13 Kandidaten angetreten.

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