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Skandinavische Verteidigung : Im Angesicht der russischen Gefahr

Verteidigungsbereit: Ein norwegischer Leopard-Panzer im Manöver. Bild: Norwegian Armed Forces

Die skandinavischen Länder wollen sicherheitspolitisch enger zusammenarbeiten. Dänemark, Island, Norwegen, Schweden und Finnland eint eine gemeinsame Bedrohung durch einen militärisch mächtigen Nachbarn.

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          Der Plan war ambitioniert und scheiterte schnell. Der Zweite Weltkrieg war vorbei und die Länder im Norden Europas auf der Suche nach einem gemeinsamen Weg in die Zukunft – auch militärisch. Norwegen und Dänemark hatten unter der Nazi-Besatzung gelitten, Finnland hatte sich unter schweren Verlusten der Sowjetunion erwehren müssen, und auch wenn Schweden den Krieg vom eigenen Boden fernhalten konnte, musste es sich doch neu orientieren.

          Matthias Wyssuwa

          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          So war die Idee einer Skandinavischen Verteidigungsunion geboren – und 1948 wie 1949 wurde sie intensiv diskutiert, nur um wieder beerdigt zu werden. Schon, weil umstritten war, wie die Union sich zu den Mächten in West und Ost positionieren und wie es mit dem Beistand aussehen sollte. Dänemark und Norwegen traten kurz darauf der Nato bei, Schweden und Finnland sind bis heute keine Mitglieder. Aber auch wenn von einer Verteidigungsunion keine Rede mehr ist, hat doch vor allem eine gemeinsam empfundene Bedrohung – Russland – die sicherheitspolitische Zusammenarbeit im Norden immer weiter befördert: gerade erst wieder mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung der Verteidigungsminister von Norwegen, Finnland und Schweden auf einem norwegischen Stützpunkt.

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