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Sizilien : Migranten der „Ocean Viking“ wechseln auf Quarantänefähre

  • Aktualisiert am

Das private Rettungsschiff „Ocean Viking“ am Dienstag im Hafen von Porto Empedocle in Sizilien Bild: dpa

Nach mehreren Tagen Ungewissheit auf See sind die meisten Migranten von de „Ocean Viking“ in Sizilien auf ein Quarantäneschiff umgezogen. Sie mussten sich vorher einem Coronatest unterziehen.

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          Im Hafen von Porto Empedocle auf Sizilien haben die meisten der 180 Migranten das private Rettungsschiff „Ocean Viking“ verlassen, um auf eine italienische Quarantänefähre zu wechseln. Das berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Die Ausschiffung von 123 Menschen, bei denen negative Corona-Tests vorlagen, sei am späten Montagabend erfolgt. Die anderen 57 Migranten sollten nach Eintreffen ihrer Testergebnisse folgen.

          Die Organisation SOS Méditerranée als Betreiberin der „Ocean Viking“ twitterte Fotos der aus Seenot Geretteten, die an Land gegangen waren. Die Regierung in Rom hatte am Wochenende nach langem Zögern ihre Zustimmung gegeben, das Quarantäneschiff „Moby Zaza“ zu nutzen. Die Besatzung der „Ocean Viking“ hatte die 180 Menschen am 25. und 30. Juni aus dem Mittelmeer gerettet.

          Italien und Malta hatten sich in der Corona-Pandemie zu nicht sicheren Häfen erklärt. Trotzdem brechen Migranten von Libyen und Tunesien in Richtung Europa auf. Rom und Valletta nahmen zuletzt zwar wieder Menschen von Schiffen auf, doch die Länder zögern mit der Zuweisung von Häfen oft lange. Sie fordern von anderen EU-Staaten regelmäßig Zusagen für die Weiterverteilung der Menschen.

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