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Simbabwes früherer Präsident : Chaos und Rangeleien bei Trauerfeier von Mugabe

  • Aktualisiert am

Rangeleien bei Trauerfeier von Simbabwes ehemaligem Präsidenten: Mugabe war in einem Krankenhaus in Singapur im Alter von 95 Jahren gestorben. Bild: dpa

Als Trauernde dem verstorbenen Robert Mugabe die letzte Ehre erweisen wollen, bricht im Stadion in Harare plötzlich Chaos aus. Auch die Grabstätte des früheren Präsidenten von Simbabwe löst eine Kontroverse aus.

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          Nach der Aufbahrung des Leichnams von Simbabwes ehemaligem Präsident Robert Mugabe in einem Stadion in Harare ist es dort zu tumultartigen Szenen gekommen. Beobachter berichteten am Donnerstag über „mehrere Verletzte“, die auf Tragen abtransportiert worden seien. Das Chaos brach aus, als sich die Trauernden für eine letzte Ehrerweisung am Sarg des umstrittenen Langzeitherrschers einreihen wollten. Der Leichnam war zuvor per Militärhelikopter in das Stadion eingeflogen worden.

          Mugabes Leichnam war am Mittwoch in Harare eingetroffen. Der Langzeitherrscher starb vergangene Woche im Alter von 95 Jahren in Singapur, wo er sich zur medizinischen Behandlung aufgehalten hatte. Mit dem Tod Mugabes ging in dem völlig verarmten südafrikanischen Land eine Ära zu Ende. In Nachrufen wurde er als Freiheitsheld, aber auch als machthungriger Despot gewürdigt.

          Mugabes Grabstätte löst Kontroverse aus

          Unterdessen hat die Frage nach Mugabes Grabstätte eine Kontroverse zwischen seiner Familie und der Regierung von Präsident Emmerson Mnangagwa ausgelöst. „Sein Wunsch war ein Begräbnis in (seinem Heimatort) Kutama“, sagte Familiensprecher Leo Mugabe der Deutschen Presse-Agentur und betonte: „Wir sind in Verhandlungen mit der Regierung - bisher gibt es keine Begräbnisarrangements.“ In dem 85 Kilometer von der Hauptstadt Harare entfernten Kutama ist die Mutter des Gestorbenen begraben.

          Die Regierung möchte den umstrittenen Langzeitherrscher dagegen gern auf dem Heldenacker beerdigen – einer Begräbnisstätte für die politische Führung des Landes, die sich im Befreiungskampf verdient gemacht hatte. Mugabes erste Frau Sally ist dort beigesetzt. Ein Treffen zwischen Mugabes zweiter Frau Grace und Präsident Mnangagwa zur Wahl der Begräbnisstätte endete am Donnerstag ergebnislos.

          Fest steht nach Angaben von Regierungssprecher George Charamba, dass zur offiziellen Trauerfeier in einem Stadion der Hauptstadt an diesem Samstag zehn afrikanische Staats- und Regierungschefs kommen – etwa aus Südafrika, Mosambik und Kenia.

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