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Kerry im Sicherheitsrat : Auch Iran soll im Kampf gegen den IS helfen

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Der amerikanische Außenminister John Kerry schmiedet eine Allianz gegen die Terrormiliz IS Bild: dpa

Der UN-Sicherheitsrat hat die Weltgemeinschaft aufgefordert, den Irak gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ zu unterstützen. Die Vereinigten Staaten weisen dabei auch ihrem Erzfeind Iran eine Rolle zu.

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          Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die internationale Gemeinschaft aufgerufen, den Irak im Kampf gegen die radikale Miliz „Islamischer Staat“ (IS) zu unterstützen. Dies solle im Einklang mit dem Völkerrecht geschehen, hieß es in einer am Freitag verbreiteten Erklärung des Gremiums.

          „Die Koalition, die notwendig ist, um den Islamischen Staat zu eliminieren, ist nicht nur oder gar in erster Linie militärischer Natur“, sagte der amerikanische Außenminister John Kerry. Sie müsse umfassend sein. Es gehe darum, ein ganzes Netzwerk zu zerstören und einen „militanten Kult, der sich als religiöse Bewegung maskiert, zu dezimieren und zu diskreditieren“.

          Rolle für Iran

          Fast jedes Land habe dabei eine Rolle zu spielen, einschließlich Iran, sagte Kerry. Er signalisierte damit, dass die Regierung in Washington nun im Falle einer Bekämpfung des IS doch zu einer Zusammenarbeit mit ihrem Erzfeind Iran breit sein könnte.Offiziell haben die Vereinigten Staaten die diplomatischen Beziehungen zum Iran vor mehr als drei Jahrzehnten abgebrochen. Der Iran ist aber nicht nur eine wichtige Regionalmacht, er ist auch einer der wichtigsten Verbündeten der Regierungen im Irak und in Syrien, wo der IS große Teile unter seine Kontrolle gebracht hat.

          2003 sei der Rat gespalten gewesen, als es darum ging, Schritte gegen den Irak zu ergreifen, sagte der französischen Außenminister Laurent Fabius. „2014 ist es für uns alle eine Pflicht, für den Irak und gegen Terroristen zu handeln.“

          Russland kritisch

          Russlands Botschafter Witali Tschurkin betonte allerdings, sein Land „sei äußerst besorgt“, dass Extremisten in Syrien aus der Luft angegriffen werden könnten ohne Einwilligung der Regierung in Damaskus. Internationale Einsätze zur Terrorismusbekämpfung benötigten entweder die Genehmigung der Regierung des betroffenen Landes oder des Sicherheitsrats. „Alle anderen Optionen werden als illegal angesehen. Sie unterminieren die internationale und regionale Stabilität.“

          Die Vereinigten Staaten fliegen seit mehreren Wochen Luftangriffe gegen Stellungen des IS im Irak. Mittlerweile werden sie dabei von Frankreich unterstützt. Die Vereinigten Staaten wollen ihre Angriffe auch auf IS-Ziele in Syrien ausweiten. Dort tobt ein Bürgerkrieg. Die Amerika lehnt eine Zusammenarbeit mit Präsident Baschar al Assad ab.

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