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Britischer Whistleblower : Schwere Sicherheitslücke in Atom-U-Boot-Hafen?

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Ein britische Atom-U-Boot im Hafen von Faslane-on-Clyde. Bild: CPOA(Phot) Tam McDonald - Defence Imagery

Ein britischer Matrose macht der königlichen Marine schwere Vorwürfe. Die Sicherheitsvorkehrungen an einem Hafen für Atom-U-Boote seien so gering, dass sie leicht zum Ziel eines Terrorangriffs werden könnten.

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          Mitten in die Diskussion um die Erneuerung der britischen Atom-U-Boot-Flotte sorgt der Bericht eines Ingenieurs für Aufregung. Auf 19 Seiten berichtet der mittlerweile untergetauchte William McNeilly von horrenden Sicherheitsmängeln am Marine-Hafen Faslane-on-Clyde an der schottischen Westküste.

          Laut McNeilly gebe es zu wenig Sicherheitspersonal. Dadurch sei es schwieriger, in manche Nachtclubs zu kommen, als sich Zutritt zur Marine-Basis zu verschaffen. Vor allem für Terroristen könne es problemlos möglich sein, eine Bombe in den Hafen zu schmuggeln. Auf „Scribd“ hatte er das Dokument am 12. Mai hochgeladen. Der Britische Verteidigungsminister will laut „Guardian“ die Vorwürfe untersuchen lassen.

          Lasche Ausweiskontrollen und ein Brand im Raketenraum

          Der 25 Jahre alte Matrose behauptet, seine Vorgesetzten über die Umstände informiert zu haben. Geändert habe sich aber nichts. Das Sicherheitspersonal, das bereits vor Ort ist, sei zu dem äußerst nachlässig bei der Ausweiskontrolle. Neben individuellen Fehlern gebe es auch technische Mängel. So soll es im Raketenraum gebrannt haben, während das U-Boot im Hafen lag. Ein überhitztes Kabel soll laut McNeillys Bericht mehrere Rollen Toilettenpapier in Brand gesetzt haben.

          Eine Sprecherin der königlichen Marine wies die Vorwürfe am Montag zurück und beschrieb sie als eine Reihe subjektiver und substanzloser Ansichten. Die Sicherheit britischer U-Boote sei garantiert.

          Militär- und Zivilpolizei hatten McNeilly letzte Woche zur Fahndung ausgeschrieben. Trotz einer möglichen Strafe sagte McNeilly der „BBC“ am Montag, er wolle sich den Behörden in den nächsten Tagen stellen.

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