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Hongkonger Demokratieaktivist : „Sie töten ‚Ein Land, zwei Systeme‘“

Von der Polizei festgenommene Demonstranten am 27. Mai im Hongkonger Einkaufsviertel Causeway Bay. Bild: EPA

Das Sicherheitsgesetz für Hongkong ist laut Martin Lee nur ein Schritt für Peking. Das Parlament in der Stadt soll entmachtet werden, fürchtet einer der Begründer der Demokratiebewegung. Seine letzte Hoffnung sind die Gerichte.

          4 Min.

          Sechs Seiten umfasst das Protokoll eines historischen Treffens zwischen Margaret Thatcher und Deng Xiaoping am 19. Dezember 1984, in dem beide Seiten die Zukunft Hongkongs besiegelten. Am Kopf jeder Seite steht das Wort „vertraulich“. Der Hongkonger Bürgerrechtler Martin Lee hat es in diesen Tagen noch einmal hervorgeholt. Es sei „sehr wichtig“, sagt er am Telefon.

          Friederike Böge

          Politische Korrespondentin für Ostasien.

          Martin Lee war kurz vor Thatcher selbst in Peking gewesen. Er gehörte einer Delegation Hongkonger Politiker und Intellektueller an, die den Versprechungen Pekings schon damals misstrauten und sich für eine Verlängerung der britischen Herrschaft einsetzten. Doch London stimmte dem Vorschlag Deng Xiaopings zu, dass die Hongkonger sich nach der Rückgabe im Jahr 1997 fünfzig Jahre lang nach dem Prinzip „ein Land, zwei Systeme“ selbst regieren sollten.

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