https://www.faz.net/-gpf-90hie

Nach neuen Russland-Sanktionen : Lawrow hält Vereinigte Staaten für dialogbereit

  • Aktualisiert am

Der russische Außenminister Sergej Lawrow und der amerikanische Außenminister Rex Tillerson (r.) haben beim Asean-Gipfel über das Streitthema Sanktionen gesprochen. (Archivbild) Bild: dpa

Mit den verschärften amerikanischen Sanktionen haben die Beziehungen zwischen Washington und Moskau einen Tiefpunkt erreicht. Doch ein Treffen mit Rex Tillerson stimmt den russischen Außenminister optimistisch.

          1 Min.

          Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat der amerikanischen Regierung Dialogbereitschaft attestiert. Er sei überzeugt, dass die Vereinigten Staaten trotz der bilateralen Spannungen und neuer amerikanischer Sanktionen gegen Russland willens seien, komplexe Themen mit der russischen Führung zu beraten, sagte Lawrow am Sonntag nach einem Gespräch mit dem amerikanischen Außenminister Rex Tillerson am Rande des Asean-Treffens in Manila. „Wir haben die Bereitschaft unserer US-Kollegen gespürt, den Dialog fortzusetzen.“ In der philippinischen Hauptstadt berieten die Außenminister der südostasiatischen Staaten (Asean).

          Die bislang regelmäßig organisierten Treffen der Vizeaußenminister Sergej Rjabkow und Tom Shannon zu schwierigen bilateralen Fragen sollten beibehalten werden, sagte Lawrow der Agentur Interfax zufolge.

          Lawrow sagte, Tillerson habe ihn nach Einzelheiten zu Vergeltungsmaßnahmen für die neuen amerikanischen Sanktionen gefragt. Er habe diese erläutert, sagte der russische Minister am Rande der Konferenz in der philippinischen Hauptstadt. Mit den Maßnahmen soll Russland für die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim und wegen der mutmaßlichen Einflussnahme auf den amerikanischen Präsidentenwahlkampf über bereits existierende Sanktionen hinaus bestraft werden.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte vergangene Woche ein umstrittenes Gesetz des Kongresses unterzeichnet, das nach Einschätzung von Experten die schwersten Strafmaßnahmen seit Jahren enthält. Betroffen ist unter anderem der für Russland wichtige Energiesektor. Später teilte das Ministerium in Moskau mit, Lawrow habe das Gesetz als schweren Schlag für die Zusammenarbeit kritisiert.

          Russland hatte die Vereinigten Staaten als Reaktion aufgefordert, ihr Personal in den über das Land verteilten Vertretungen um Hunderte Mitarbeiter zu kürzen. Kremlchef Wladimir Putin sprach von 755 betroffenen Stellen.

          Neben den Sanktionen waren auch die Lage in der Ukraine sowie andere internationale Krisen Thema bei den Beratungen zwischen Lawrow und Tillerson. Der russische Außenminister sagte, der amerikanische Sonderbeauftragte für die Ukraine, Kurt Volker, werde sich schon bald mit Wladislaw Surkow, einem engen Berater von Russlands Präsident Wladimir Putin, treffen. Details nannte Lawrow nicht.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der Begriff „Milliardenhöhe“ ist mit Betrugsgeschichten bislang zumindest hierzulande selten gewesen.

          Wirecard-Skandal : Insolvenzverwalter: Konzern wurde leergeräumt

          Der Insolvenzverwalter von Wirecard erhebt schwere Vorwürfe gegen das ehemalige Management des Konzerns. Mit dem Teilverkauf in dieser Woche kommt aber ein wenig Geld in die Kassen, um den Skandal mit Unterstützung von Anwälten aufzuklären.
          Knickauge zählt mit: Lewandowski schießt drei Tore gegen Frankfurt und erhöht seine Saisonbilanz auf zehn.

          0:5 in München : Eintracht von der Bayern-Walze überrollt

          Die Eintracht ist in München überfordert, vor allem Lewandowski können sie nicht stoppen. Die Bayern gewinnen 5:0, verlieren aber Davies mit einer vermutlich schweren Verletzung.

          Bundesliga im Liveticker : BVB mit Bürki, aber ohne Reus

          Roman Bürki kehrt beim Derby gegen Schalke anstelle von Marwin Hitz ins Tor von Borussia Dortmund zurück. Kapitän Marco Reus muss erst mal auf die Bank. Verfolgen Sie das Spiel im Liveticker.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.