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Serbien und die Mafia : Fußball, Tod und Marihuana

Serbiens Präsident Aleksandar Vučić Bild: EPA

Serbiens Präsident Vučić sagt einem Führer der Mafia den Kampf an und konfrontiert die Bevölkerung mit grausamen Bildern. Dabei hatte er selbst Verbindungen in das Milieu.

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          Im März 2003 wurde Zoran Djindjić, der damalige Ministerpräsident Serbiens, mitten in Belgrad am helllichten Tag erschossen. Der bald darauf gefasste Scharfschütze sowie seine Mittäter entstammten dem Milieu des serbischen Innenministeriums und der Mafia, deren Strukturen ineinander übergingen. Djindjić musste sterben, da er der Unterwelt mit seinen Reformvorhaben gefährlich geworden war. Zur Wahrheit gehört indes auch, dass Djindjić im Oktober 2000 zumindest kurzzeitig selbst mit der Mafia – in Gestalt einer kriminellen Sondereinheit des Innenministeriums – hatte paktieren müssen, um den Sturz des Gewaltherrschers Slobodan Milošević zu erreichen und an die Macht zu gelangen.

          Michael Martens
          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

          Ziemlich genau 18 Jahre nach Djindjićs Tod wird Serbien nun von neuen Enthüllungen über die Verbindungen zwischen dem Staat und organisierter Kriminalität erschüttert. Den Stein ins Rollen brachte Staatspräsident Aleksandar Vučić, wenn auch in einem Versuch, Kontakte zwischen Staat und Unterwelt wegzureden.

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