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Europride in Serbien : Europäischer Kulturkampf in Belgrad

Eine Protestveranstaltung gegen die „Europride“ in Belgrad Bild: AP

In Belgrad hätte am Samstag ein großer Aufzug der „Europride“ stattfinden sollen. Doch das Innenministerium sprach ein Verbot aus. Gelingt ein Kompromiss?

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          Die Regel gilt in der Politik generell, doch im Serbien von Präsident Aleksandar Vučić ist sie besonders wichtig: Wird irgendwo in dem Balkanstaat ein tatsächlicher oder auch nur vermeintlicher Skandal öffentlich, sollte man zunächst schauen, wovon er womöglich ablenken soll. Der Verdacht, dass diese Regel wieder einmal zutraf, kam auch Ende August auf, als sich Serbien und das Kosovo unter Vermittlung der EU auf einen Kompromiss in ihrem Grenzstreit geeinigt hatten.

          Michael Martens
          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

          Belgrad erkennt das Kosovo und somit auch kosovarische Ausweise nicht an, weshalb Kosovaren bei der Einreise nach Serbien bisher stets ein Zusatzdokument ausfüllen mussten.Eine kleine Schikane, die der kosovarische Regierungschef Albin Kurti spiegelbildlich auch im Kosovo einführen wollte.

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