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Serbien und Kosovo : Die Pandemie und der Patriotismus

Medizinische Mitarbeiter in einem Impfzentrum in Belgrad Anfang Februar Bild: AP

Serbien ist mit dem Impfen schon weit vorangeschritten, im Kosovo hat es noch nicht begonnen. Deshalb macht Belgrad den Kosovaren ein Angebot, das deren Regierung unmoralisch findet.

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          Viren kennen keine Grenzen, Impfungen schon. Als Serbiens Präsident Aleksandar Vučić Ende 2020 ohne Rücksprache mit den kosovarischen Behörden ankündigte, seine Regierung werde der serbischen Bevölkerung im Norden des Kosovos sowie in den Enklaven Vakzine anbieten, reagierte die Regierung in Prishtina gereizt: Man werde nicht zulassen, dass Impfstoffe über „illegale Kanäle“ ins Land gelangen. Juristische Schritte und Kontrollen wurden angekündigt.

          Michael Martens

          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

          Nachdem Impfungen für Kosovo-Serben im Dezember dennoch in kleinem Maßstab begannen, wurden tatsächlich Untersuchungen eingeleitet. Zur Begründung war zu hören, die von Serbien verwendeten Impfstoffe verfügten nicht über die nötige Zulassung der kosovarischen Behörden, Belgrads Intervention missachte zudem die staatliche Souveränität des Kosovos.

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