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Krieg in der Ukraine : Selenskyj will weiteren Gefangenenaustausch mit Russland

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Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj (l.), begrüßt den von Russland freigelassenen ukrainischen Filmemacher Oleh Sentzow bei seiner Ankunft in Kiew Anfang September. Bild: AP

Die Ukraine bereite schon Listen vor, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Der Kreml steht dem nach Worten von Sprecher Peskow positiv gegenüber, dämpft aber die Erwartungen.

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          Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dringt auf einen weiteren Austausch von Gefangenen mit Russland. „Wir bereiten schon Listen vor und warten auf die nächste Stufe des Austauschs“, sagte Selenskyj am Freitag in Kiew ukrainischen Medienberichten zufolge. Darüber wolle Kiew bei den nächsten Verhandlungen im so genannten Normandie-Format reden, bei denen auch Deutschland mit am Tisch sitzt.

          Der Kreml schloss einen neuen Gefangenenaustausch nicht aus, dämpfte aber zugleich Erwartungen, dass ein solcher Schritt bald anstehen könnte. „Dies macht ein neues Verfahren, einen Meinungsaustausch und eine wahrscheinlich langwierige Arbeit erforderlich“, sagte Sprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge.

          Vor gut einer Woche haben Russland und die Ukraine nach Jahren der Konfrontation jeweils 35 Gefangene ausgetauscht. In Kiew landeten unter anderem die seit November in Russland inhaftierten 24 ukrainischen Seeleute sowie der Regisseur Oleh Senzow.

          Seit fünf Jahren versuchen unter anderem Deutschland und Frankreich in dem Konflikt in der Ostukraine zwischen Kiew und den prorussischen Separatisten zu vermitteln. Die Vierer-Runde wurde nach dem Ort des ersten Treffens in Frankreich Normandie-Format genannt. Zuletzt war der September als möglicher Termin für ein neues Treffen im Gespräch, auf den Selenskyj am Freitag abermals pochte.

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