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UNHCR schlägt Alarm : 270.000 Menschen im Süden Syriens auf der Flucht

  • Aktualisiert am

Die Menschen aus Daraa sind auf der Flucht. Bild: AFP

Seit Mitte Juni geht die syrische Regierung im Süden des Landes mit einer Großoffensive gegen Rebellen vor. Die Vereinten Nationen melden nun einen drastischen Anstieg der Vertriebenenzahl. Doch die Nachbarländer wollen keine Flüchtlinge mehr aufnehmen.

          Im Süden Syriens hat eine Offensive der Regierungstruppen nach Angaben der Vereinten Nationen Hunderttausende Menschen in die Flucht getrieben. Seit Beginn der Kämpfe vor fast zwei Wochen seien rund 270.000 Menschen geflohen, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Montag mit. Zuletzt hatte die UNO von rund 66.000 Flüchtlingen gesprochen.

          „Wir sind davon ausgegangen, dass die Zahl der Vertriebenen im Süden Syriens auf 200.000 steigen würde“, sagte der UNHCR-Sprecher Mohammed Hawari in der jordanischen Hauptstadt Amman. „Aber sie hat jetzt schon in Rekordzeit die Zahl von 270.000 Menschen überschritten.“

          Die syrische Armee geht seit dem 19. Juni mit Unterstützung russischer Kampfflugzeuge mit einer großen Offensive gegen Rebellen im Süden des Landes vor. Dort wird unter anderem noch die Stadt Daraa in der gleichnamigen Provinz teilweise von den Aufständischen gehalten. Die Region grenzt an Israel und Jordanien.

          Die meisten Flüchtlinge sind Richtung Jordanien geflohen, das jedoch seine Grenze geschlossen hält. Auch Israel kündigte am Sonntag an, keine syrischen Flüchtlinge ins Land zu lassen. Das relativ kleine Land Jordanien beherbergt nach UN-Angaben bereits 650.000 syrische Flüchtlinge, die Regierung geht aber von einer inoffiziellen Zahl von 1,3 Millionen Syrer aus, die seit 2001 ins Land gekommen sind.

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