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Seenotrettung : Rettungsschiff „Eleonore“ darf nach Italien

  • Aktualisiert am

Migranten auf der „Eleonore“ Bild: dpa

Die Irrfahrt der „Eleonore“ hat ein Ende: Das deutsche Rettungsschiff der Hilfsorganisation Mission Lifeline darf nun doch in Pozzallo auf Sizilien einlaufen. Dort wird es jedoch beschlagnahmt.

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          Das deutsche Rettungsschiff „Eleonore“ darf nach Angaben der Hilfsorganisation Mission Lifeline doch in Italien anlegen. Die Finanzpolizei habe das erlaubt, sagte deren Sprecher Axel Steier am Montag. 

          Die Crew twitterte, das Schiff dürfe in den Hafen von Pozzallo auf Sizilien einlaufen, und die geretteten Menschen könnten an Land gehen. Danach werde das Schiff beschlagnahmt, teilte das Innenministerium in Rom am Montag mit.

          Der deutsche Kapitän Claus-Peter Reisch hatte zuvor den Notstand ausgerufen war trotz eines Verbots der italienischen Regierung in nationale Gewässer gefahren. Grund war, dass die etwa 100 Migranten, die das Schiff vor etwa einer Woche aufgenommen hatte, bei einem Gewittersturm in der Nacht zum Montag laut Mission Lifeline komplett durchnässt worden waren. Auch ist das Schiff nicht für eine derart große Anzahl an Passagieren ausgelegt.

          „Ihre Odyssee ist vorbei“

          Auch die Migranten an Bord des tagelang blockierten Rettungsschiffs „Mare Jonio“ können nach Angaben einer italienischen Hilfsorganisation in Italien an Land gehen. Die Küstenwache werde die letzten 31 verbliebenen Menschen von Bord übernehmen, erklärte Mediterranea Saving Humans am Montag. „Ihre Odyssee ist vorbei, und am Horizont scheint ein bisschen Menschlichkeit durch.“ Das Schiff hatte Ende August mehr als 100 Migranten gerettet. Die meisten Menschen – unter ihnen viele Kinder und Schwangere – waren bereits an Land gebracht worden.

          Im Juni war die deutsche Kapitänin Carola Rackete mit der „Sea-Watch 3“ unerlaubt in italienische Gewässer gefahren. Sie war vorübergehend festgenommen worden – der Fall hatte damals international für Diskussionen gesorgt.

          Der SPD-Abgeordnete im bayerischen Landtag Markus Rinderspacher, der sich derzeit an Bord der „Eleonore“ befindet, bezeichnete die Weigerung Italiens, die „Eleonore“ „trotz des Notstands“ in seine Hoheitsgewässer einfahren zu lassen, auf Twitter als „Skandal“.

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