https://www.faz.net/-gpf-tlkl

Sechser-Gespräche : Nordkorea will wieder über sein Atomprogramm verhandeln

  • Aktualisiert am

Bild: Reuters

In wenigen Wochen sollen die Sechs-Staaten-Gespräche über Nordkoreas Atomprogramm fortgesetzt werden, sagte der amerikanische Unterhändler Hill. Die bislang fünf Verhandlungsrunden haben allerdings wenig gebracht.

          1 Min.

          Nordkorea will angeblich zu den Sechs-Staaten-Gesprächen über sein Atomwaffenprogramm zurückkehren. Die Gespräche würden in Wenigen Wochen fortgesetzt, sagte der Unterhändler der Vereinigten Staaten, Christopher Hill, am Dienstag in Peking. „Wir gehen davon aus, daß es im kommenden Monat sein wird, November, vielleicht Dezember.“ Das chinesische Außenministerium teilte mit, eine neue Gesprächsrunde werde „bald“ stattfinden.

          Die Verhandlungen zwischen Nordkorea, Südkorea, Rußland, den Vereinigten Staaten, China und Japan waren im September 2005 unterbrochen worden. Vor etwa drei Wochen hatte Nordkorea nach eigenen Angaben erstmals eine Atomwaffe getestet und damit international Protest und Besorgnis ausgelöst.

          Fünf Runden, kaum Ergebnisse

          Entstanden ist die Sechser-Runde auf Washingtons Initiative. Nachdem Pjöngjang nach Kündigung des Atomwaffensperrvertrags Anfang 2003 monatelang nur zu Zweiergesprächen mit Washington bereit gewesen war, stimmte das kommunistische Land der gewünschten Erweiterung des Teilnehmerkreises schließlich zu. Die ersten drei Runden im August 2003 sowie im Februar und Juni 2004 endeten aber ohne eine Annäherung.

          Südkoreanischer Protest gegen das Atomprogramm des Nordens
          Südkoreanischer Protest gegen das Atomprogramm des Nordens : Bild: dpa

          Pjöngjang wollte sich entgegen der amerikanischen Forderung nicht auf einen „vollständigen, verifizierbaren und unumkehrbaren“ Verzicht festlegen. Die vierte Runde endete dann im September 2005 mit einer ersten gemeinsamen Erklärung, in der Nordkorea zusagte, das Atomwaffenprogramm aufzugeben. Im Gegenzug garantierte Washington, keine Atomwaffen auf der koreanischen Halbinsel zu stationieren und keinen Angriff auf Nordkorea zu beabsichtigen. Kurz darauf stellte Pjöngjang seine Zusagen jedoch unter einen Vorbehalt. Man werde sie erst erfüllen, wenn man Kernreaktoren zur friedlichen Nutzung erhielte.

          In der fünften und bislang letzten Runde im vergangenen November forderte Nordkorea dann von den Vereinigten Staaten, die Finanzsanktionen aufzuheben und machte diesen Schritt zur Bedingung für die Rückkehr an den Verhandlungstisch. Weitere multilaterale Gespräche lehnte das Regime danach ab.

          Weitere Themen

          Tarifeinigung für öffentlichen Dienst erzielt Video-Seite öffnen

          Potsdam : Tarifeinigung für öffentlichen Dienst erzielt

          Nach „vier nicht einfachen Tagen“ habe sich die Arbeit gelohnt, so Bundesinnenminister Horst Seehofer am Sonntag in Potsdam. Er hatte mit Vertretern von Verdi und dem Deutschen Beamtenbund verhandelt.

          Die Partei des Wandels

          FAZ Plus Artikel: Essay von Friedrich Merz : Die Partei des Wandels

          Die CDU will den Wandel unserer Zeit aktiv gestalten. Wir wollen das, was sich bewährt hat, bewahren, um den Menschen Sicherheit zu geben. Wir „demobilisieren“ nicht unsere Gegner, wir stellen uns der kontroversen Debatte. Ein Essay.

          Topmeldungen

          Zucchini, Paprika und angebratene Mehlwürmer auf einem Löffel

          Nachhaltige Lebensmittel : Die Zukunft der Ernährung

          Algen und Insekten gelten als die große Hoffnung, um das Ernährungsproblem der Welt zu lösen. In anderen Ländern sind sie schon als Nahrungsmittel verbreitet. Müssen wir nun auch in Europa unseren Speiseplan umstellen?
          Wer die Zeit und das Geld hatte, hat sich in diesem Sommer gerne im eigenen Pool gesonnt.

          Vermögensvergleich : Wie reich sind Sie wirklich?

          Neue Zahlen zeigen, wie sich das Vermögen der Deutschen über das Leben entwickelt. Schon mit einem abbezahlten Haus und einer Lebensversicherung können Sie zu den oberen zehn Prozent gehören. Testen Sie selbst, wo Sie in Ihrer Altersgruppe stehen!
          Canan Topçu und Krsto Lazarević

          Streitgespräch : Gibt es Sprechverbote in Deutschland?

          Sie stimmt nicht mit den Menschen überein, die Deutschland einen allgegenwärtigen Rassismus attestieren. Für ihn dagegen ist Rassismus Alltag. Ein Streitgespräch über Identitätspolitik zwischen Canan Topçu und Krsto Lazarević.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.