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Deutsches Rettungsschiff : Sea-Watch wartet mit 211 Migranten an Bord auf Hafen

  • Aktualisiert am

Die Sea-Watch 3 hat nach eigenen Angaben zwischen Mittwoch und Freitag insgesamt 211 Migranten an Bord genommen. Bild: Laila Sieber/Sea Watch/Handout via REUTERS

Die Migranten seien zwischen Mittwoch und Freitag von drei verschiedenen Booten gerettet worden, erklärte die Hilfsorganisation. Derzeit befindet sich die „Sea-Watch 3“ zwischen Malta und der italienischen Insel Lampedusa.

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          Das Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ hat mittlerweile 211 Migranten aus dem Mittelmeer aufgenommen. Sie seien zwischen Mittwoch und Freitag von drei verschiedenen Booten gerettet worden, erklärte die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch. In der Nacht sei das letzte Schiff entdeckt worden, in das bereits Wasser eingedrungen sei. Die Menschen bräuchten nun einen sicheren Hafen. Die „Sea-Watch 3“ befand sich am Freitag zwischen Malta und der italienischen Insel Lampedusa.

          Italien und Malta hatten sich in der Corona-Pandemie zu nicht sicheren Häfen erklärt. Zuletzt waren Rettungsschiffe mit Migranten erst nach längeren Verhandlungen und nach einer Corona-Quarantäne auf Schiffen an Land gelassen worden.

          Trotz Pandemie brechen weiterhin Migranten von Libyen in Richtung Europa auf. Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass die Menschen auch mit Hilfe der EU zurück ins Bürgerkriegsland Libyen gebracht werden, wo ihnen schwerste Misshandlungen drohen. 

          Ende Juni vor einem Jahr war die „Sea-Watch 3“ mit der Kapitänin Carola Rackete ohne Erlaubnis mit Dutzenden Migranten an Bord in den Hafen von Lampedusa gefahren. Zuvor hatte sie mehr als zwei Wochen lang auf die Zuweisung eines sicheren Hafens gewartet. Der Streit mit dem damaligen rechten Innenminister Matteo Salvini machte international Schlagzeilen.

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