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Nach Mord an Skandinavierinnen : Schweizer in Marokko festgenommen

  • Aktualisiert am

Vor der Botschaft Norwegens in Rabat wird am 22. Dezember eine Mahnwache gehalten Bild: dpa

Dschihadisten hatten Mitte Dezember zwei Rucksacktouristinnen in Marokko getötet. Nun wurde ein Schweizer festgenommen, er soll den Männern Schießen beigebracht haben.

          Nach dem Mord an zwei skandinavischen Rucksacktouristinnen im Atlas-Gebirge ist ein in Marokko lebender Schweizer festgenommen worden. Wie die marokkanischen Behörden mitteilten, wurde der Mann am Samstag in Marrakesch wegen mutmaßlicher Verbindungen zu einigen Verdächtigen in dem Fall festgenommen.

          Er stehe im Verdacht, einige der Festgenommenen in moderner Kommunikationstechnik und im Schießen unterrichtet zu haben, teilte die zentrale Ermittlungsbehörde mit. Er hänge einer „extremistischen Ideologie“ an und habe zudem auch die spanische Staatsbürgerschaft. Ermittlungen hätten ergeben, dass er an der Rekrutierung von Marokkanern und Bürgern afrikanischer Länder südlich der Sahara beteiligt gewesen sei, „um Terrorpläne in Marokko auszuführen“.

          Die beiden Frauen waren Mitte Dezember enthauptet worden. Die Leichen der 24-jährigen Dänin und ihrer vier Jahre älteren norwegischen Freundin waren in einer einsamen Gegend des Atlas-Gebirges gefunden worden.

          Inzwischen wurden 18 Menschen wegen mutmaßlicher Verbindungen zu der Tat festgenommen. Die vier Hauptverdächtigen in dem Fall wurden in Marrakesch gefasst. Die Männer hatten nach Angaben der Staatsanwaltschaft der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) die Treue geschworen.

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