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Mit Stichwaffe : Schwedische Polizei: Mehrere Verletzte bei mutmaßlichem Terrorangriff

Polizisten am Tatort im schwedischen Vatlanda Bild: dpa

Mindestens acht Menschen sind laut Polizei teilweise schwer verletzt. Der Täter wurde von der Polizei angeschossen. Sein Motiv ist bislang unklar.

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          In einer Kleinstadt in Südschweden hat ein Mann auf mehrere Menschen eingestochen, acht von ihnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei stufte die Attacke am Abend als mutmaßliche Terrortat ein. Demnach sei gegen 15 Uhr ein Notruf bei der Polizei eingegangen, weil ein Mann, der zwischen 20 und 30 Jahre alt sein soll, im Zentrum von Vetlanda mehrere Passanten nahe des Bahnhofs mit einer nicht näher beschriebenen Stichwaffe angegriffen haben soll. Die Polizei traf wenige Minuten später ein, und konnte den mutmaßlichen Täter sogleich ausmachen.

          Matthias Wyssuwa

          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Bei dem Zugriff schoss dann ein Beamter auf ihn, er wurde mit einer Schussverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Am Anfang hatte die Polizei die Attacke noch als versuchten Mord eingestuft, warum sie dies kurz darauf zu einer mutmaßlichen Terrortat änderte, wollte die Polizei bei einer Pressekonferenz am späten Abend aus ermittlungstaktischen Gründen nicht genauer erläutern, ebenso wie weitere Details zu einem möglichen Motiv. Auch die Staatsbürgerschaft des Mannes wollte sie nicht veröffentlichen. Man arbeite aber mit dem Inlandsgeheimdienst zusammen, teilte die Polizei mit.

          Er verurteile diese schreckliche Tat, äußerte der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven laut der Nachrichtenagentur TT. Von Terror sprach er in seiner Mitteilung demnach nicht. Wie schwer verletzt die Opfer sind, war zunächst ebenfalls unklar. Der schwedische Innenminister Mikael Damberg sprach nach Angaben der Nachrichtenagentur TT davon, dass mehrere Personen schwer verletzt worden seien. Berichte über Tote gab es nicht. Auf Bildern in schwedischen Medien sind zahlreiche Rettungswagen vor einem Café und Polizisten vor einem Reisezentrum zu sehen, der Platz davor ist weiträumig abgesperrt. Nach Angaben der Polizei gibt es bislang keine Anzeichen auf weitere Täter.

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