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Rechtspopulisten in Schweden : Gemeinsam gegen die Banden

Der schwedische Parlamentspräsident Andreas Norlen (r), trifft sich mit dem Parteivorsitzenden der rechten Schwedendemokraten, Jimmie Akesson. Bild: dpa

Auch in Schweden ist der Umgang mit den Rechtspopulisten ein heikles Thema, das die bürgerlichen Parteien bislang vor allem mit Abgrenzung beantwortet haben. Doch gerade im Kampf gegen Gang-Kriminalität könnte sich das nun ändern.

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          Als der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven in dieser Woche das Parlament nach der Sommerpause wiedereröffnete, blickte er kurz in die weite Welt, um seine Regierung im kleinen Schweden zu loben. Zumindest indirekt. Überall auf der Welt, sagte Löfven, würden die politischen Kräfte aufsteigen, die Intoleranz förderten, Isolation und simple Antworten auf komplexe soziale Probleme. „Schweden hat einen anderen Weg gewählt.“

          Matthias Wyssuwa

          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Es ist eine Botschaft, die Löfven schon öfter vorgetragen hat. Sie fasst zusammen, was die vier Parteien zusammengeführt hat, die ihn zum Ministerpräsidenten gemacht haben. Sie alle einte der Wille, den rechtspopulistischen Schwedendemokraten keinen Einfluss auf die Regierungspolitik zu gewähren. Viele Jahre lang schon wird die Partei im Parlament isoliert. Aber im bürgerlichen Lager deuten sich langsam Veränderungen an. Das zeigt sich gerade, da die schwedische Politik nach Wegen sucht, um die Banden-Kriminalität im Land zu bekämpfen.

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