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Schweden : Rechtsradikaler Heckenschütze Mangs schuldig gesprochen

  • Aktualisiert am

Streitet alles ab: Peter Mangs (Mitte) im Gerichtssaal in Malmö Bild: dpa

Der rechtsradikale norwegische Massenmörder Breivik sieht ihn als Gesinnungsgenossen. Jetzt hat ein schwedisches Gericht Peter Mangs wegen zweifachen Mordes, vier Mordversuchen und sieben weiterer Überfälle schuldig gesprochen.

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          Wegen zweifachen Mordes und vier Mordversuchen hat ein Gericht in Malmö
          am Dienstag einen rassistischen Heckenschützen schuldig gesprochen. Das Strafmaß gegen den rassistischen Heckenschützen will das Gericht in Malmö nach einer rechtspsychiatrischen Untersuchung des 40 Jahre alten Täters Anfang September verkünden.

          Die Staatsanwaltschaft hatte Mangs sogar drei Morde und zwölf Mordversuche vorgeworfen. Breivik hatte Mangs neben der Zwickauer rechtsradikalen Terrorzelle NSU als Gesinnungsgenossen im „Kampf“ gegen islamische Zuwanderung bezeichnet. Breivik ermordete am 22. Juli 2011 bei zwei Anschlägen 77 Menschen. Die Zwickauer Zelle gilt als verantwortlich für eine Mordserie gegen Menschen mit Zuwanderer-Hintergrund mit wahrscheinlich neun Toten.

          Mangs hat nach Überzeugung der Ankläger sieben Jahre lang mit einer Schusswaffe in Malmö Jagd auf dunkelhäutige Menschen gemacht. Fast immer schoss er in abendlicher Dunkelheit aus einem Gebüsch oder anderen Hinterhalten auf die ihm unbekannten Opfer. Das Malmöer Gericht will vor einem Schuldspruch das Ergebnis einer psychiatrischen Untersuchung abwarten. Der Fall erregte auch deshalb Aufsehen, weil Mangs so lange unerkannt bleiben konnte.

          Vor Gericht bestritt Mangs alle Vorwürfe. Das Gericht sah als erwiesen an, dass er am 13. Juni 2003 einen 65 Jahre alten Zuwanderer in dessen Wohnung erschossen hat. Ebenfalls schuldig gesprochen wurde er für die Ermordung einer 20 Jahre alten Schwedin am 10. Oktober 2009. Die Frau hatte in einem Auto neben ihrem dunkelhäutigen Freund gesessen, der schwer verletzt überlebte.

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