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Zwischenfall im Schwarzen Meer : Niederlande werfen Russland Scheinangriffe vor

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Russischer Militäreinsatz über dem Schwarzen Meer Bild: AP

Russische Kampfjets sollen ein niederländisches Kriegsschiff im Schwarzen Meer bedrängt haben. Die Regierung in Den Haag beklagt ein unverantwortliches Verhalten. Moskau widerspricht.

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          Russische Kampfjets haben nach Darstellung des niederländischen Verteidigungsministeriums Scheinangriffe gegen ein niederländisches Kriegsschiff im Schwarzen Meer geflogen. Wie das Ministerium am Dienstagabend auf Twitter mitteilte, sorgten russische Jets mit ihren Anflügen für eine „gefährliche Lage“ in der Nähe der Fregatte „HNLMS Evertsen“.

          Die Kampfflugzeuge seien gefährlich tief über das Kriegsschiff hinweggeflogen, zudem hätten die Maschinen auch Scheinangriffe geflogen, teilte das Ministerium mit. Die „Evertsen“ habe sich während dieses Zwischenfalls, der sich bereits am Donnerstag vergangener Woche ereignete, südöstlich der von Russland besetzten Krim in internationalen Gewässern befunden.

          Niederlande sprechen von einem „unverantwortlichen“ Verhalten

          Die russischen Flugzeuge seien mit Bomben und Luft-Boden-Raketen bewaffnet gewesen, teilte das Ministerium in Den Haag mit. Es sei auch „zu Störungen an der elektronischen Ausrüstung der ‘Evertsen‘“ gekommen. Verteidigungsministerin Ank Bijleveld-Schouten nannte das Verhalten der russischen Streitkräfte „unverantwortlich“. Die Niederlande würden „Russland darauf ansprechen“.

          Die Regierung in Moskau widersprach der Darstellung der Niederlande: Die Flugzeuge hätten „in sicherem Abstand“ und „in Übereinstimmung mit den internationalen Regeln“ operiert.

          Die „Evertsen“ habe sich als Teil eines Flottenverbandes in dem Gebiet befunden, zu dem auch die „HMS Defender“ gehört. Auf das britische Schiff waren Moskau zufolge am Vortag Warnschüsse abgegeben worden. Die Regierung in London wies diese Darstellung zurück.

          Die Ukraine und die USA starteten zusammen mit mehr als 30 weiteren Staaten am Montag eine zweiwöchige Militärübung im Schwarzen Meer. Das Manöver „Sea Breeze“ hat seit 1997 bereits 21 Mal stattgefunden. Es gilt im Ukraine-Russland-Konflikt als Rückendeckung des Westens für die Regierung in Kiew und wird von Moskau regelmäßig kritisiert.

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