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Acht Jahre nach Anschlag : Norwegische Schulen sollen Terrortat von Utøya im Unterricht behandeln

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Eine Rose schwimmt im Gedenken an die Opfer des Anschlags des Massenmörders Anders Behring Breivik vor der Insel Utoya in Norwegen im Wasser. Bild: dpa

Vor acht Jahren tötete Anders Breivik 77 Menschen. Das Attentat des Terroristen soll nun in die norwegischen Lehrpläne aufgenommen werden.

          Die Terroranschläge in Oslo und Utøya mit 77 Toten sollen künftig in den Lehrplan von norwegischen Schulen einfließen. Kinder und Jugendliche sollten zu dem Terrorismus unterrichtet werden, der Norwegen vor acht Jahren heimgesucht habe, berichtete die norwegische Zeitung „Verdens Gang“ nach einer Gedenkveranstaltung anlässlich des Jahrestags am späten Sonntagabend in Oslo. Es sei nicht nur wichtig, die Angriffe zu verstehen, sondern auch, sie in einen größeren Zusammenhang zu setzen, wurde Bildungsminister Jan Tore Sanner von dem Blatt zitiert. Deshalb sei es selbstverständlich, dass der Stoff in Schulen gelehrt werden solle, sagte er demnach. Ein Zeitplan wurde nicht genannt.

          Die Anschläge des Rechtsterroristen Anders Behring Breivik jährten sich am Montag zum achten Mal. Er hatte am 22. Juli 2011 zunächst eine Autobombe im Regierungsviertel von Oslo gezündet und im Anschluss auf der Insel Utøya Dutzende Teilnehmer eines Ferienlagers der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei erschossen. Insgesamt wurden bei den Anschlägen 77 Menschen getötet.

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