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HarperCollins : Schulbuchverlag löscht Israel von der Landkarte

  • Aktualisiert am

Etwas fehlt: HarperCollins löscht Israel von der Landkarte Bild: Screenshot "The Tablet"

Jordanien, Syrien – aber kein Israel: Der amerikanische Schulbuchverlag HarperCollins hat für den arabischen Markt einen Atlas produziert, in dem Israel fehlt. Mittlerweile wurde das Werk wieder aus dem Handel genommen.

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          Eine Welt ohne Israel: Was sich zahlreiche Antisemiten wünschen, sollte muslimischen Schulkinder im Nahen Osten nun in der Schule gelehrt werden. Speziell für den arabischen Raum hat der amerikanische Schulbuch-Verlag HarperCollins einen Atlas veröffentlicht, in dem Israel auf der Landkarte nicht erscheint. Auf den Seiten, die den heutigen Nahen Osten zeigen sollen, fehlt das Land vollständig. Stattdessen erstrecken sich Syrien und Jordanien bis zum Mittelmeer.

          Einem Bericht der britischen, katholischen Wochenzeitung „The Tablet“ zufolge, hatte ein Sprecher der für Landkarten zuständigen Verlagstochter Collins Batholomew die Streichung Israels damit begründet, dass ein Atlas für den Nahen Osten, auf dem Israel eingezeichnet sei, „inakzeptabel“ für die überwiegend muslimische Kundschaft am Persischen Golf wäre. Aus Rücksicht auf diese „lokalen Präferenzen“ habe sich der Verlag deshalb dazu entschlossen, das Land einfach wegzulassen.

          In einem Statement auf seiner Facebook-Seite hat sich der Verlag für sein Vorgehen mittlerweile entschuldigt: „HarperCollins bedauert die Weglassung des Namens Israel“ und entschuldige sich für entstandene Unannehmlichkeiten, schreibt das Unternehmen emotionslos. Der Atlas sei mittlerweile aus dem Handel genommen worden und alle verbliebenen Exemplare sollen vernichtet werden.

          Bislang waren Landkarten ohne Israel zumeist ein Propagandainstrument von Israelkritikern und Antisemiten. Auch die deutsche Bundestagsabgeordnete der Linkspartei, Inge Höger, zeigte sich bereits öffentlich mit einem Schal, auf dem eine Landkarte ohne Israel zu sehen war.

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