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Schüsse an koreanischer Grenze : Unbekanntes Flugobjekt war wohl ein Ballon

  • Aktualisiert am

Eine südkoreanische Haubitze beim scharfen Schuss während eines Manövers in Panju, nahe der Grenze zum Norden Bild: AP

Die Situation auf der koreanischen Halbinsel ist angespannt. Der Süden schießt auf ein Objekt, das aus dem Norden die Grenze überfliegt. Ganz so gefährlich war es wohl nicht.

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          Bei dem „unbekannten Flugobjekt“, auf das Südkoreas Militär am Dienstag an der Landesgrenze Schüsse abgegeben hatte, hat es sich möglicherweise nur um einen Ballon mit Propaganda-Flugblättern aus Nordkorea gehandelt. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass wahrscheinlich mehrere Ballons von nordkoreanischer Seite über die Grenze geflogen seien, teilte am Mittwoch ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit. Die Möglichkeit, dass das beschossene Flugobjekt eine Drohne gewesen sei, sei gering.

          Grenzsoldaten hatten nach Angaben des Generalstabs nach der Sichtung eines Flugkörpers mehrere Warnschüsse abgefeuert. Die Armeeführung ordnete eine Verstärkung der Luftraumüberwachung an.

          An der See- und Landesgrenze zwischen beiden Ländern kommt es immer wieder zu leichteren oder auch ernsteren militärischen Zwischenfällen. Im Januar des vergangenen Jahren hatten südkoreanische Soldaten mehrere Warnschüsse auf eine mutmaßlich aus Nordkorea stammende Drohne abgegeben.

          Über die Grenze fliegen von beiden Seiten aus häufig Heißluft- Ballons, die mit Propagandamaterial gefüllt sind. Im Süden unternehmen auch private Organisationen solche Ballonaktionen, um die Nordkoreaner zum Umsturz der kommunistischen Führung aufzurufen. Die koreanische Halbinsel befindet sich völkerrechtlich noch im Kriegszustand, da seit dem Korea-Krieg (1950-53) noch immer kein Friedensvertrag geschlossen wurde.

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