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Umstrittener Altkanzler : Schröder verzichtet auf Nominierung für Gazprom-Aufsichtsrat

  • Aktualisiert am

Wladimir Putin und Gerhard Schröder im Juni 2012 Bild: AP

Gerhard Schröder verzichtet auf seine Nominierung für den Aufsichtsrat des russischen Gaskonzerns. Das habe er bereits „vor längerer Zeit“ getan, schreibt der Altkanzler. Zuvor hatte der Konzern dessen Nominierung noch einmal bekräftigt.

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          Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) verzichtet auf die Nominierung für den Aufsichtsrat des russischen Gaskonzerns Gazprom. Das schrieb der umstrittene Altkanzler am Dienstagabend auf LinkedIn. Demnach habe er auf die Nominierung bereits „vor längerer Zeit“ verzichtet und das dem Unternehmen auch mitgeteilt. „Insofern wundere ich mich über heute neu erschienene anderslautende Berichte“, schreibt Schröder weiter.

          Zuvor hatte der Gaskonzern die Nominierung Schröders aus dem Februar noch einmal bekräftigt. Schröder steht in der Kritik, da er mit dem russischen Präsident Wladimir Putin persönlich befreundet ist. Putin ist die treibende Kraft hinter dem Angriff auf die Ukraine.

          Schröder hatte vergangene Woche seinen Posten im Aufsichtsrat des russischen Energiekonzerns Rosneft aufgegeben. Zuvor hatte Bundeskanzler Olaf Scholz den Wunsch geäußert, Schröder möge seine Mandate niederlegen. Parteiübergreifend war dem 78-Jährigen vorgeworfen worden, hoch dotierte Posten in russischen Staatsunternehmen zu besetzen, während die Europäische Union mit Sanktionen versucht, auch die russische Wirtschaft zu treffen, um auf diesem Wege der Ukraine zu helfen.

          Wegen seines Russland-Engagements verlor Schröder auch die bislang Altkanzlern zustehenden Privilegien. Der Haushaltsausschuss des Bundestages beschloss vergangene Woche, dass das Büro Schröders mit zuletzt vier Beschäftigten abgewickelt wird. Das Europaparlament will Schröder auf die Sanktionsliste gegen Oligarchen setzen.

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