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Parlamentswahl in Schottland : Regierungspartei SNP verpasst absolute Mehrheit

  • Aktualisiert am

Nicola Sturgeon ist Parteivorsitzende der schottischen SNP Bild: dpa

Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon fährt einen deutlichen Sieg bei der Parlamentswahl ein. Für ein neues Unabhängigkeitsreferendum braucht sie aber die Unterstützung der Grünen.

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          Bei der Parlamentswahl in Schottland hat die regierende Pro-Unabhängigkeitspartei SNP einen deutlichen Sieg erzielt, die absolute Mehrheit aber knapp verfehlt. Die Schottische Nationalpartei (SNP) von Regierungschefin Nicola Sturgeon kommt im Parlament künftig auf 64 Sitze, wie die Wahlkommission in Edinburgh am Samstagabend mitteilte. Die absolute Mehrheit liegt bei 65 Mandaten.

          Damit ist die Partei mit Abstand stärkste Kraft im Parlament und hat ihr Ergebnis im Vergleich zur vergangenen Wahl verbessert. „Absolut niemand hätte das Ausmaß und die Rekordhöhe unseres Sieges bei dieser Wahl vorhergesagt“, sagte die Vorsitzende der Schottischen Nationalpartei (SNP), Regierungschefin Nicola Sturgeon, am Samstagabend. 

          Obwohl das Ziel der absoluten Mehrheit verfehlt wurde, gibt es im neu gewählten Parlament eine Mehrheit der Unabhängigkeitsbefürworter, da auch die Grünen für die Loslösung von Großbritannien eintreten. Sie konnten 8 Mandate gewinnen. Sturgeon erneuerte ihre Forderung, dass die britische Regierung einem Unabhängigkeitsreferendum zustimmen müsse. Premierminister Boris Johnson drohe ein „Kampf mit den demokratischen Wünschen des schottischen Volkes“, wenn er versuche, eine Abstimmung zu blockieren, sagte Sturgeon.

          An Johnson gerichtet sagte sie: „Sie werden keinen Erfolg haben. Die einzigen Menschen, die über die Zukunft Schottlands entscheiden können, sind die Schotten.“ Der Zeitpunkt eines Referendums sei Sache des schottischen Parlaments und „keine Entscheidung von Boris Johnson oder irgendeinem Politiker in Westminster“. Das britische Parlament hat seinen Sitz im Londoner Bezirk Westminster.

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