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Migranten aus Afrika : Video mit Szenen aus libyschen Internierungslagern

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In den libyschen Internierungslagern herrschen oft unwürdige Bedingungen. Bild: AFP

Menschen quälen, um Gelder von Angehörigen zu erpressen – in Libyen scheinen Milizen und Menschenhändler diese perfide Methode systematisch anzuwenden. Das legt ein Video nahe, das jetzt bekannt geworden ist.

          Werden Migranten aus Afrika in libyschen Internierungslagern systematisch gefoltert? Ein Video, das der Fernsehsender Channel 4 am Mittwoch auf Twitter veröffentlicht hat, legt genau das nahe. In dem etwa zweiminütigen Clip ist zu sehen, wie Männer in Tarnhosen einen am Boden liegenden, spärlich bekleideten Mann mit Feuer quälen. In einer anderen Szene wird ein Mann mit einem schweren Betonklotz beladen, wieder ein anderer wird mit Peitschenhieben traktiert. An einer weiteren Stelle werden Bilder von Folteropfern eingeblendet, die über erhebliche Narben am ganzen Körper verfügen.

          Der Sender zieht in seinem Bericht eine direkte Linie von den Vorfällen zur Migrationspolitik der Europäischen Union. Diese ziele nur darauf ab, Migranten von europäischen Gewässern fernzuhalten. Menschen, die von der libyschen Küstenwache abgefangen würden, würden dadurch zur leichten Beute von Milizen und Schmugglern in Libyen, die letztlich mit Folter Geld von den Angehörigen der Betroffenen erpressten.

          In dem Video schildert die Migrationsanwältin Giulia Tranchina die Methoden, mit denen Peiniger ihre Opfer quälen: „Sie wurden neben dem Telefon gefoltert, während die Schlepper ihre Eltern anriefen. Sie folterten sie, damit sie schrien. Dann sagten sie den Eltern, dass sie große Summen zu bezahlen hätten, um sie zu retten.“ Tranchina weiter: „Ich habe hier Klienten gesehen, die von Narben übersät waren, sie waren völlig traumatisiert. Es gibt medzinische Berichte darüber, was sie in Libyen durchgemacht haben.“

          Die libyschen Behörden haben 26 Internierungszentren für Menschen aus Aufrika errichtet, die an der Migration nach Europa gehindert wurden. Aufnahmen von Smartphones, die Channel 4 ebenfalls in seinem Video präsentiert, legen nahe, dass es in vielen von ihnen an den grundlegendsten Versorgungsgütern mangelt. Die Authentizität der Aufnahmen, die dem Sender offenbar von Flüchtlingen zugespielt wurden, war zunächst nicht zu überprüfen.

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