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Tourismussaison in Italien : Schneller impfen auf den Inseln

Soll nach einer schnellen Impfung der Bevölkerung wieder möglich sein: Badeurlaub auf Sizilien Bild: dpa

Die Tourismusdestinationen Sardinien und Sizilien wollen vor der Hochsaison ihre gesamte Bevölkerung impfen. Das kommt auf Italiens Festland nicht gut an. Offener zeigt sich Rom hingegen für den Einsatz von Sputnik V.

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          Sechs Wochen lang war Sardinien „weiße Zone“. So werden gemäß der Corona-Ampel der italienischen Regierung die Gebiete mit dem geringsten Infektionsrisiko bezeichnet. Sardinien hatte sich das Prädikat am 1. März als einzige unter den zwanzig Regionen des Landes verdient. Seit Montag ist die Insel aber wieder „rote Zone“ mit der höchsten Ansteckungsgefahr. Die Warnstufen dazwischen, Gelb und Orange, wurden glatt übersprungen.

          Matthias Rüb
          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          An den rund 40.000 italienischen Touristen, die seit dem 1. März auf die weitgehend coronafreie Insel geströmt waren und bei der Einreise allesamt einen negativen Test hatten vorlegen müssen, hat es laut dem sardischen Regionalpräsidenten Christian Solinas nicht gelegen, dass die Infektionszahlen wieder in die Höhe geschnellt sind. Vielmehr sei es das Verhalten der zunehmend nachlässigen Einheimischen gewesen: „Wir bezahlen nun den Preis für ein Verhalten unserer Bevölkerung, das man nicht wirklich als verantwortungsvoll bezeichnen kann.“ Medien hatten von gut gefüllten Bars und Restaurants, von Hochzeiten und Tauffeiern mit Dutzenden Gästen berichtet. Und das ausgerechnet in dem Augenblick, da sich die ansteckendere britische Mutante des Coronavirus verbreitete.

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