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Schikane von Syrern im Libanon : Wir sind doch keine Hilfsorganisation

Viel versprochen und wenig gehalten/geholfen: Abriss von Flüchtlingshäusern in der libanesischen Stadt Arsal Bild: AFP

Der Ton gegenüber den mehr als eine Million Syrern im Libanon wird schärfer. Immer öfter kommt es zu Übergriffen. Verwaltungsschikanen grenzen an organisierte Vertreibungen.

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          Es ist ein todtrauriges Abrisskommando. Ahmed Dschumaa kann es noch immer nicht richtig fassen. „Ich habe dieses Haus mit meinen eigenen Händen aufgebaut“, sagt er. „Jetzt zerstöre ich es mit meinen eigenen Händen.“ Zusammen mit ein paar Freunden und mit Werkzeugen, die dieser Aufgabe kaum gewachsen zu sein scheinen, rückt er seiner Hütte zu Leibe. Nur noch ein Torso ist übrig, der sich mit den Trümmern zerborstener Hohlblocksteine füllt.

          Christoph Ehrhardt

          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.

          Dschumaa, 26 Jahre alt, Handwerker aus dem syrischen Homs, hat keine Wahl. Sollte er sich weigern, würde die libanesische Armee mit Bulldozern anrücken. Wie ihm ergeht es Tausenden syrischen Flüchtlingen, die nur einen Steinwurf von der Grenze zu ihrem Heimatland entfernt in behelfsmäßigen Lagern um das alte Schmugglernest Arsal ausharren. Die Regierung besteht darauf, dass sie in Zelten leben, nicht in Hütten.

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