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Tanker „Asphalt Princess“ : Mutmaßliche Entführung im Golf von Oman beendet

  • Aktualisiert am

Der von Israelis betriebene Tanker „Mercer Street“ wurde erst am 2. August 2021 vor der Küste Omans angegriffen. Bild: Reuters

Der Golf von Oman ist eine wichtige Schifffahrtsstrecke. Immer wieder kommt es dort zu Zwischenfällen – wie auch jetzt bei der möglichen Entführung eines Tankers.

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          Ein mutmaßlich vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate gekapertes Schiff ist britischen Angaben zufolge wieder frei. Das Amt für Seeschifffahrt erklärte am Mittwoch, der Vorfall sei abgeschlossen. Weitere Details nannte die britische Aufsicht UKMTO nicht. Auch der Name des Schiffes wurde nicht erwähnt. Standortdaten von Refinitiv zufolge ist der Tanker mit Motorkraft unterwegs. Aus Sicherheitskreisen war am Dienstag verlautet, dass der Tanker „Asphalt Princess“ besetzt worden sei. Mutmaßlich stecke Iran dahinter. Teheran wies dies zurück.

          Zuletzt unklar war der Status des Tankers, der unter der Flagge Panamas fährt. Die Marinezeitung Lloyd's List berichtete am Mittwochmorgen, dass die bewaffneten Entführer das Schiff verlassen hätten und der Tanker sich in Richtung Oman bewege. Laut Marin Traffic war der Status des 45 Jahre alten Tankers am Mittwoch noch mit „gestoppt“ angegeben. Auch laut vesselfinder.com gab es keine Bewegung in Richtung Küste.

          Die „Asphalt Princess“ war ursprünglich von Khor Fakkan in den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Sohar im Oman unterwegs. Am Dienstagabend hieß es, dass die omanische Luftwaffe mit Seeaufklärungsflugzeugen in der Gegend im Einsatz sei. Auf der Website Flightradar24 war am Abend zu sehen, dass ein Aufklärungsflugzeug über der dem Gebiet kreiste. Der Golf von Oman liegt zwischen dem Oman und Iran. Eine offizielle Bestätigung für den Vorfall gab es auch am Mittwochmorgen nicht. Es blieb zunächst unklar, wer hinter der angeblichen Entführung stecken könnte.

          Die britische Times berichtete unter Berufung auf Regierungsquellen, dass eine „Truppe“ aus acht oder neun bewaffneten Männern die „Asphalt Princess“ in ihre Gewalt gebracht habe. Auch CNN berichtete das. Die Regierung in London gehe davon aus, dass Iran oder mit ihm verbündete Milizen für die Entführung verantwortlich seien. Das britische Außenministerium erklärte am Dienstagabend, man „untersuche dringend einen Vorfall auf einem Schiff vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate“.

          Das iranische Außenministerium bezeichnete den Vorfall als „verdächtig“ und warnte vor abermals grundlosen Unterstellungen gegen Iran. „Diese kontinuierlichen Vorfälle für die Schiffe im Persischen Golf sind äußerst fragwürdig und verdächtig“, sagte Außenamtssprecher Said Chatibsadeh. Vor allem sollten die Vorfälle nicht als Vorwand für die Umsetzung von bestimmten politischen Zielen in der Region instrumentalisiert werden. Für Iran sei die Sicherheit der Schifffahrt im Persischen Golf enorm wichtig und daher sei Teheran auch bereit, seine Hilfeleistung anzubieten, so der Sprecher nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna.

          Schiffe gelangen über den Golf von Oman und die Straße von Hormus in den Persischen Golf. Die Route gilt als eine der wichtigsten Seeverbindungen des internationalen Handels. Die Lage in der Region ist vor allem für die Seefahrt angespannt. Immer wieder hatte es dort Zwischenfälle gegeben. Zuletzt waren bei einem Drohnenangriff auf den Öltanker „Mercer Street“ im Persischen Golf ein Brite und der rumänische Kapitän getötet worden. Großbritannien, Rumänien, Israel und die USA machen Iran für den Zwischenfall verantwortlich. Teheran wies eine Verwicklung zurück.

          Hintergrund der Spannungen im Mittleren Osten, die in vergangenen Jahren zunahmen, ist unter anderem der Streit um das internationale Atomabkommen mit Iran. Die USA hatten das Abkommen im Mai 2018 einseitig aufgekündigt. Am Golf kam es seitdem zu mehreren Zwischenfällen und Sabotageakten gegen Öltanker sowie Angriffe auf Ölanlagen. Die jüngsten Vorfälle kommen zudem nur Tage vor der Amtseinführung des neuen iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi.

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