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Schengen-Raum : Vorsicht bei Einreisen

  • -Aktualisiert am

Passkontrolle am Flughafen Hamburg Bild: dpa

Wenn sich die EU für Geimpfte öffnet, dann sollte es dafür einheitliche Regeln in allen Mitgliedstaaten geben. Und auf Mutanten muss unbedingt geachtet werden.

          1 Min.

          Es ist keine gute Entwicklung, dass einzelne EU-Länder schon wieder vorpreschen, wenn es um Lockerungen von Einreisebeschränkungen geht. Bei allem Verständnis für die Bedeutung, die der Tourismus in Griechenland oder Kroatien hat, gilt es zu bedenken, dass jedes Mitgliedsland das Tor zum gesamten Schengen-Raum ist. Wer nach Europa reisen darf, geht alle etwas an, übrigens nicht nur in der Pandemie.

          Der Vorschlag, den die EU-Kommission zur Regelung dieser Frage macht, ist sinnvoll, er sollte zügig beraten werden. Im Augenblick gibt es nur sieben Länder auf der Welt, aus denen „nicht-essentielle“ Reisen in die EU überhaupt erlaubt sind. Mit dem Fortschreiten der Impfkampagne wird aber auch unter den Europäern wieder die Reiselust erwachen, also sollte man frühzeitig klären, unter welchen Umständen Geimpfte (wieder)einreisen dürfen.

          Die größte Unbekannte in dieser Frage sind die Mutanten, weshalb die „Notbremse“ sinnvoll ist, die für Drittstaaten vorgesehen ist, in denen sich neue Varianten des Virus ausbreiten. Diese Notbremse sollte im Zweifel lieber früher als später gezogen werden, denn die „britische“ Variante hat gelehrt, wie schnell ein Eintrag die Infektionen nach oben treiben kann. Auch beim Heraufsetzen der Inzidenzschwelle ist Vorsicht geboten. Der Preis für Fehler in der Pandemie ist die Rückkehr in den Lockdown.

          Nikolas Busse
          Verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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